Papst wegen Bronchitis in Klinik eingeliefert
Papst Franziskus ist am Freitagvormittag mit einer seit Tagen anhaltenden Bronchitis in die römische Gemelli-Klinik eingeliefert worden. Das teilte das vatikanische Presseamt mit.
Papst Franziskus ist am Freitag ins Krankenhaus eingeliefert worden, um dort seine Bronchitis behandeln zu lassen, die ihm bereits seit mehr als einer Woche zu schaffen macht.
Das Presseamt des Heiligen Stuhls teilte mit: »Heute Vormittag, am Ende der Audienzen, wurde Papst Franziskus in die Policlinico Agostino Gemelli eingeliefert, um einige notwendige diagnostische Tests durchführen zu lassen und um seine Behandlung der Bronchitis, die immer noch andauert, in einem Krankenhaus fortzusetzen.»
Weitere Details sind noch nicht bekannt. Der 88-jährige Pontifex hatte die Ansprachen bei den letzten beiden Generalaudienzen nicht persönlich verlesen. Auch bei der Messfeier am vergangenen Sonntag liess er seinen Zeremonienmeister die Predigt vortragen.
Am Wochenende stehen mehrere öffentliche Auftritte für Papst Franziskus auf dem Terminkalender. Zunächst ist am Samstag im Rahmen des Heiligen Jahres eine Audienz für Künstler und die Welt der Kultur angesetzt. Am Sonntag sollte dann im Petersdom eine Messe unter Vorsitz von Papst Franziskus stattfinden, gefolgt vom sonntäglichen Angelusgebet. (cic/cna)
Nach dem plötzlichen Tod von Johannes Paul I. 1978 wurde im zehnten Stock der römischen Gemelli-Klinik ein eigenes Appartement für Päpste reserviert. Dort muss nun auch der 88-jährige Franziskus wieder Quartier nehmen. Die Gemelli-Klinik ist das akademische Lehrkrankenhaus der Katholischen Universität «Sacro Cuore» in Rom. Das Klinikum nahm seinen Dienst 1964 auf; es gilt als eines der besten Krankenhäuser Roms. Seinen Namen verdankt es dem Mediziner und Psychologen Pater Agostino Gemelli (1878-1959). Nach dem plötzlichen Tod von Johannes Paul I. (1978) wurde im zehnten Stock der Klinik ein eigenes Appartement für Päpste reserviert. Bis dahin wurden sie im Fall einer Erkrankung im Vatikan oder am Sommersitz Castel Gandolfo medizinisch behandelt. Der «Papst-Trakt» der Klinik besteht aus einem Krankenzimmer, einer Kapelle und Räumen für die engsten Mitarbeiter und Betreuer des Kirchenoberhauptes. Die Abteilung ist nur über einen streng bewachten eigenen Aufzug zu erreichen. Johannes Paul II. wurde am 13. Mai 1981, nach dem Attentat auf dem Petersplatz, ins Gemelli gebracht. Danach suchte er die Klinik noch mehrere Male wegen unterschiedlicher Erkrankungen und Operationen auf, bevor er am 2. April 2005 im Vatikan starb. Auch Papst Franziskus war schon mehrfach im Gemelli-Klinikum in Behandlung. 2023 etwa unterzog er sich dort einer Darm-Operation. Nun zwingt ihn eine anhaltende Bronchitis zu einem erneuten Aufenthalt. (kna)Gemelli-Klinik
Mit «Papst-Trakt»
Hier geht es zur › Bestellung einzelner Beiträge von kath.ch.




