Peter von Sury demissioniert als Abt von Mariastein
Der Vorsteher des Benediktinerklosters Mariastein, Peter von Sury (74), ist am Donnerstag als Abt zurückgetreten. Bis zur Wahl seines Nachfolgers am 4. April leitet Pater Ludwig Ziegerer als Administrator das Kloster.
Peter von Sury hat am Donnerstag seinen Rücktritt als Abt von Mariastein eingereicht. Er feiert am 14. Juni seinen 75. Geburtstag. Der Vorsteher der Schweizer Benediktinerkongregation, Abt Vigeli Monn vom Kloster Disentis, hat die Demission angenommen, mit Zustimmung des Kongregationsrates. Das teilt das Kloster mit. Das Vorgehen entspreche den Satzungen der Schweizer Benediktinerkongregation.
Nach dem Fest des Klosterpatrons
Zu dem Schritt habe sich Peter von Sury in Absprache mit der Klostergemeinschaft und nach Konsultationen mit dem Präses der Schweizer Benediktinerkongregation entschieden. Gewählt habe er dafür den Tag nach dem Fest des Klosterpatrons, des heiligen Diakons Vinzenz von Saragossa, also den 23. Januar 2025, schreibt Mariano Tschuor an kath.ch. Tschuor ist Projektleiter Mariastein 2025.
Der Termin sei auch aus praktischen Gründen gewählt worden – also mit Berücksichtigung der Klosteragenda, des Klosteralltags, der Umsetzung laufender Projekte und der Terminkoordination mit dem Präses der Benediktinerkongregation (Wahlleiter) und dem Diözesanbischof (Einführung in das Amt des Klostervorstehers).
Ludwig Ziegerer neu Administrator
Die Mönche von Mariastein wählten am Donnerstag Pater Ludwig Ziegerer zum Administrator. Er leitet des Kloster Mariastein vorübergehend und bereitet die Wahl eines neuen Vorstehers vor. Diese findet am 4. April statt, unter Leitung von Abt Vigeli Monn.
Peter von Sury ist seit dem 6. Juni 2008 Abt von Mariastein. Damals lebten 25 Mönche im Benediktinerkloster Mariastein, heute sind es 14.
Wandel aktiv mitgestaltet
In seiner Amtszeit als Abt von Mariastein hätten die katholische Kirche und ihre Ordensgemeinschaften einen tiefgreifenden Wandel erlebt, heisst es in der Mitteilung. Abt Peter habe sich diesem gestellt und mit dem Projekt «Aufbruch ins Weite – Mariastein 2025» die Weichen für die Zukunft von Mariastein als Pilger- und Klosterdorf mit einer immer kleiner werdenden Klostergemeinschaft gelegt. Dabei übe das Gnadenbild in der Felsengrotte weiterhin eine grossen Anziehungskraft auf viele Menschen aus.
Peter von Sury nimmt sich in den kommenden Monaten eine Auszeit, bis er – in Absprache mit seinem Nachfolger – eine neue Aufgabe übernehmen wird, so die Mitteilung. (rp, ergänzt am 24.1., 10.15)
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