Donnerstag, 19. Dezember
Kreuz der Hoffnung
An Heiligabend wird Papst Franziskus in Rom die Heilige Pforte am Petersdom aufstossen und durchschreiten. Damit eröffnet der Papst wieder ein Heiliges Jahr. Es ist schon ein Weilchen her, seit der Vatikan das Motto des Heiligen Jahres 2025 verkündet hat. Es heisst «Pilger der Hoffnung sein». Dieses Thema hat mich sofort angesprochen und nicht mehr losgelassen, denn ich bin gerne pilgernd unterwegs. Besonders in meinen Ferien und auf Reisen freue ich mich immer, neue Pilgerorte zu entdecken. Denn solche Orte erzählen Geschichten. Pilgerorte werden von unterschiedlichen Menschen aufgesucht: von Besorgten, Suchenden, Findenden, Rastlosen, Glaubenden und Zweifelnden; von Menschen, die aufbrechen, um anzukommen. Pilgerorte sind für mich deshalb Orte der Hoffnung. Im schwedischen Wallfahrtsort der Heiligen Birgitta, in Vadstena, gibt es an der Wallfahrtskirche ein altes Pilgerzeichen. Ein Kreuz aus fünf Punkten. Immer wenn ich da bin, lege ich fünf Finger der rechten Hand in dieses Kreuz hinein – so wie es unzählige Pilger und Pilgerinnen vor mir, durch viele Jahrhunderte getan hatten, bevor sie in die Kirche eintraten. Es nährt meine Hoffnung, dass auch ich an diesem Ort Kraft, Ruhe und Stärkung finden darf. Grad so wie es vielen vor mir ergangen ist.
Eingesandt von Sibylle Hardegger
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