Christ:innen für Klimaschutz (von links): Yvan Maillard-Ardenti (HEKS), Bettina Dürr (Fastenaktion), Sarah Paciarelli (SKF) und Kurt Zaugg-Ott (Oeku)
Schweiz

Nein zur Biodiversitätsinitiative: «Verpasst, Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen»

Die Schweizer Stimmbevölkerung hat die Biodiversitätsinitiative am Sonntag mit rund 63 Prozent Nein abgelehnt (Stand 17 Uhr). Die Christ:innen für Klimaschutz sprechen von verpasster Chance.

«Klimaschutz stärkt die Grundlagen aller und erhält unseren Wohlstand und die Stabilität der Schweiz nachhaltig. Wer die Biodiversität fördert, hilft also auch dem Klima. Wir haben heute als Gesellschaft eine Gelegenheit verpasst, Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen. Zu dieser Verantwortung hat sich die Schweiz durch die Unterzeichnung der internationalen Biodiversitätskonvention übrigens bereits verpflichtet.

«International treibt die Schweiz den Schutz der Biodiversität voran.»

Es ist nicht kohärent, wenn die Schweiz auf internationaler Ebene den Schutz der Biodiversität vorantreibt, sich im nationalen Rahmen aber weigert, diesen Zielen zu entsprechen. Dem Nein-Lager ist es gelungen, die Initiative als Bedrohung für die Landwirtschaft, Baugewerbe, Energiewirtschaft und Tourismus darzustellen. Die genaue Umsetzung jedoch hätte das Parlament übernommen und eine wirtschaftlich verträgliche Umsetzung erarbeiten müssen.

«Es geht um den Schutz der Lebensgrundlagen für alle Lebewesen, heute und in Zukunft.»

Die ökumenische Koalition «Christ:innen für Klimaschutz» wird auch künftig wissenschaftlichen Empfehlungen folgen. Klimaschutz ist Ausdruck einer umfassenden Verantwortung für die Schöpfung. Es geht um den Schutz der Lebensgrundlagen für alle Lebewesen, heute und in Zukunft. Als kirchliche und christliche Organisationen unterstützen wir politische Entscheidungen, die Lösungen für die Klima- und Biodiversitätskrise bieten.»

Anzeige ↓ Anzeige ↑

Das schreiben die Christ:innen für Klimaschutz in einer Stellungnahme an kath.ch. Die Koalition geht aus einem Zusammenschluss der christlichen Organisationen unter dem Dach der Klima-Allianz hervor. Zur Arbeitsgruppe gehören Vertreter:innen der Organisationen Arbeitsgemeinschaft Klima, Energie und Umwelt (AKU), Fastenaktion, Grüner Fisch, HEKS, Oeku Kirchen für die Umwelt, StopArmut, Femmes protestantes und SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund.


Christ:innen für Klimaschutz (von links): Yvan Maillard-Ardenti (HEKS), Bettina Dürr (Fastenaktion), Sarah Paciarelli (SKF) und Kurt Zaugg-Ott (Oeku) | © zVg
22. September 2024 | 16:00
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!