Der künftige Weihbischof von Basel, Josef Stübi, an Weihnachten 2022.
Schweiz

Künftiger Weihbischof Josef Stübi: «Das wichtigste Geschenk ist Jesus»

Zusammen mit Kindern gestaltete der künftige Weihbischof von Basel, Josef Stübi, in seiner Pfarrei in Baden einen Weihnachtsgottesdienst. Er versicherte: «Gott ist für uns da». Stübi ermutigte die Besucherinnen und Besucher immer wieder neu das Licht von Weihnachten in die Welt zu tragen.

Jacqueline Straub

Mit Hirten, Engeln, Maria und Jesus zog der künftige Weihbischof, Josef Stübi, am Weihnachtsabend in die Stadtkirche von Baden ein. Ein Kind trug das Friedenslicht von Bethlehem und stellte es zur Weihnachtskrippe.

Am Friedenslicht von Bethlehem wurde die Kerze, die in die Kirche getragen wurde, entzündet.
Am Friedenslicht von Bethlehem wurde die Kerze, die in die Kirche getragen wurde, entzündet.

«In diesem Jesuskind wird die Liebe Gottes zu uns sichtbar», sagte Josef Stübi zu Beginn des Gottesdienstes und erklärte den Kindern, dass das Baby nicht nur Jesus heisst, sondern auch noch den Namen Emmanuel trägt. «Das heisst: Gott ist für uns da. Wir glauben, dass er auch jetzt bei uns ist.»

Krippenspiel in Baden
Krippenspiel in Baden

Lebendig und freudig trugen die Kinder die Weihnachtsgeschichte vor. Immer wieder sagen sie Lieder. So betraten mit viel Lärm drei römische Beamte den Altarraum. Sie forderten die Bewohnerinnen und Bewohner auf, sich zur Volkszählung des Kaisers Augustus aufzumachen. «Aber seht, diese schwangere Frau kann kaum noch laufen», sagte ein Kind. «Isch nit mies Problem», erwiderte ein anderes als Römer verkleidetes Kind und sorgte damit für Gelächter in der Kirche.

Josef Stübi schaut gespannt den Kindern beim Krippenspiel zu.
Josef Stübi schaut gespannt den Kindern beim Krippenspiel zu.

In Bethlehem hörten Jesus und Maria einen Chor des vielbeschäftigten Wirtshauspersonals: «Putzen, putzen, wischen, wischen, Wäsche waschen, Wäsche waschen, alle Zimmer sind voll, alle Zimmer sind voll.»

Maria unterwegs nach Bethlehem.
Maria unterwegs nach Bethlehem.

Die Hirtinnen und Hirten betraten mit einem Flötenspiel die Bühne. Und dann ging das Licht aus: Glockengeläut war zu hören. Ein Scheinwerfer wurde auf die Kanzel gerichtet. Die Besucherinnen und Besucher in der Kirche drehten sich um und schauten gespannt nach oben. Zwei Engel verkündeten von der Kanzel aus die frohe Botschaft. «Etwas wunderbares ist in dieser Nacht passiert. Jesus ist geboren.»

Engel auf der Empore
Engel auf der Empore

Nach dem Krippenspiel dankte Josef Stübi den Kindern ausgiebig. Diese Liebe, die an Weihnachten in einem Menschen zur Welt kam, soll weitergeschenkt werden, sagte er. «An Weihnachten spielen Geschenke ja eine grosse Rolle, oder?», fragte er die Kinder und ergänzt: «Also zumindest als ich Kind war, waren Geschenke wichtig.» Er erzählt von einer Pfarrei-Aktion, bei der Kinder, die sonst vielleicht keine Geschenke erhalten würde, in den letzten Tagen beschenkt wurden. «Das wichtigste Geschenk aber ist Jesus.»

Josef Stübi
Josef Stübi

Die Botschaft von der Geburt Jesu meint auch, dass Menschen aufeinander zugehen und sich für andere einsetzen. «Wenn es anderen gut geht, geht es einem selber auch gut», sagte der künftige Weihbischof von Basel. «Die Liebe Gottes ist stärker als alles andere. Stärker als der Tod. Tod und Auferstehung von Jesus sind das Zentrum unseres Glaubens.» Wäre das nicht geschehen, würden die Menschen nicht Weihnachten feiern. Er ermutigte die Kinder und Erwachsene das Licht immer wieder neu in die Welt zu tragen.

Krippenspiel in Baden.
Krippenspiel in Baden.

Zum Schluss stimmten die Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher «Stille Nacht, Heilige Nacht» an. «Das können wir ja alle auswendig», sagte Josef Stübi. «Dann ist es ja kein Problem, wenn wir das Licht ausmachen.» Bevor er den Segen sprach, dankte er einem Kleinkind, das während des Gottesdienstes ihn und die Ministranten «belustigte», indem es im Gang herumsprang. «Das ist schön», sagte er.


Der künftige Weihbischof von Basel, Josef Stübi, an Weihnachten 2022. | © Jacqueline Straub
25. Dezember 2022 | 00:08
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