Papst Franziskus hat den früheren japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe am 25. November 2019 in Tokio getroffen.
Vatikan

Papst kondoliert Japan nach Ermordung von Shinzo Abe

Nach der Ermordung des ehemaligen japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe hat Papst Franziskus sein Beileid übermittelt. «Mit tiefer Traurigkeit» habe das Kirchenoberhaupt von der Ermordung erfahren, heisst es in einem Telegramm an den päpstlichen Nuntius in Tokio.

Der Papst spreche Abe Familie, seinen Freunden und dem ganzen Volk sein herzliches Beileid aus, heisst es in dem Schreiben weiter, das Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnet hat. Nach «dieser sinnlosen Tat» bete er dafür, «dass die japanische Gesellschaft in ihrem historischen Engagement für Frieden und Gewaltlosigkeit gestärkt wird».

Papst hatte Abe 2019 getroffen

Der 67-jährige frühere japanische Regierungschef Shinzo Abe war am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Nara niedergeschossen worden. Er erlag kurz darauf seinen Verletzungen. Abe war 2006 bis 2007 sowie von 2012 bis 2020 Ministerpräsident in Japan gewesen. Im November 2019 hatte Papst Franziskus Japan besucht und war dort auch mit Shinzo Abe zusammengetroffen.

Papst Franziskus 2019 bei einem Treffen in Tokio (Japan) mit Opfern der Katastrophe von Fukushima
Papst Franziskus 2019 bei einem Treffen in Tokio (Japan) mit Opfern der Katastrophe von Fukushima

Bereits am Freitagabend hatte der vatikanische Aussenbeauftragte, Erzbischof Paul Gallagher, Abe als einen Mann gewürdigt, «der über die Grenzen Japans hinaus grossen Einfluss hatte». Zwar sei er auch «eine sehr umstrittene Person, aber ein Mann mit Prinzipien» gewesen, mit «mit einem grossen Sinn für das Gemeinwohl seines Volkes», so Gallagher im italienischen Fernsehsender TG1. (cic)


Papst Franziskus hat den früheren japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe am 25. November 2019 in Tokio getroffen. | © KNA
9. Juli 2022 | 15:51
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