Von links Nuntius Martin Krebs, Abt Urban Federer, Bischof Jean-Marie Lovey und Bischof Felix Gmür.
Schweiz

Vereidigung von 36 Gardisten: Bischof Felix Gmür und Abt Urban Federer reisen nach Rom

Am Freitag in einer Woche ist Sacco di Roma: Dann vereidigt der Vatikan 36 neue Gardisten. Das EDA informiert nächste Woche, wen Bundespräsident Ignazio Cassis treffen wird. Mit Spannung wird erwartet, ob Details zur neuen Schweizer Botschaft am Heiligen Stuhl bekannt werden.

Raphael Rauch

Die Vereidigung der 36 neuen Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde findet am 6. Mai statt – erneut nur in kleinem Rahmen. Geladen seien Eltern und Geschwister der neuen Gardisten, offizielle Repräsentanten der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Kirche sowie des Gastkantons Nidwalden, teilte die Garde am Donnerstag mit. Es ist bereits das dritte Mal, dass die Vereidigung pandemiebedingt klein ausfällt. Ein Livestream wird angeboten.

Ein Einsiedler Pater ist Gardekaplan

Am Vorabend der Vereidigung der neuen 36 Gardisten, am 5. Mai, feiert der Einsiedler Abt Urban Federer um 17 Uhr eine Vesper in der Kirche Santa Maria della Pietà in Campo Santo Teutonico. Anschliessend gibt es eine Kranzniederlegung im Gedenken an die gefallenen Gardisten vom 6. Mai 1527. Später verleiht Erzbischof Edgar Peña Parra, der Substitut für die allgemeinen Angelegenheiten im Staatssekretariat, Verdienstmedaillen.

Pater Kolumban Reichlin im Reuss-Institut in Luzern
Pater Kolumban Reichlin im Reuss-Institut in Luzern

Die Schweizergarde hat zum Kloster Einsiedeln neuerdings eine besonders enge Beziehung: Der Einsiedler Pater Kolumban Reichlin ist neuer Kaplan der Schweizergarde.

«Gran Gala» gibt’s sonst nur an Ostern und Weihnachten

Am Freitag, 6. Mai 2022, feiert Kardinal Mauro Gambetti in der Petersbasilika eine Messe. Um 17 Uhr steht dann die Vereidigung im Damasus-Hof des Apostolischen Palastes an. 

«Der Anlass findet jeweils in feierlicher Atmosphäre statt. Die Garde präsentiert sich dabei in ‘Gran Gala’, das heisst in Uniform inklusive Rüstung, der ansonsten nur für den päpstlichen Segen ‘Urbi et Orbi’ an Weihnachten und Ostern angezogen wird», ist der Medienmitteilung zu entnehmen.

Gibt Cassis Details zur neuen Botschaft bekannt?

Zur Delegation gehören dieses Jahr Bundespräsident Ignazio Cassis, Nationalratspräsidentin Irène Kälin sowie Ständeratspräsident Thomas Hefti. Der Chef der Armee wird durch Brigadier Marcel Amstutz, Stabschef Kommando Ausbildung, vertreten. Die Schweizer Bischofskonferenz ist mit ihrem Präsidenten, dem Basler Bischof Felix Gmür, und dem Abt von Einsiedeln, Urban Federer, vor Ort. Aus dem Gastkanton Nidwalden nimmt Frau Landammann Karin Kayser-Frutschi teil.

Papst Franziskus begrüsst Bundesrat Ignazio Cassis, 2019
Papst Franziskus begrüsst Bundesrat Ignazio Cassis, 2019

Das Schweizer Aussendepartement EDA sagte am Donnerstag zu kath.ch, es werde nächste Woche zum politischen Programm der Reise informieren. Mit Spannung wird erwartet, ob Bundespräsident Ignazio Cassis Details zur neuen Vatikan-Botschaft bekannt geben wird.

Luzern führt vor Freiburg

Der Bundesrat hat letztes Jahr beschlossen, künftig einen residierenden Botschafter für den Heiligen Stuhl nach Rom zu entsenden. Der oder die Botschafterin wird auch für Malta und San Marino zuständig sein. Die Einweihung der neuen Botschaft ist in den nächsten Monaten vorgesehen.

Nationalratspräsidentin Irène Kälin
Nationalratspräsidentin Irène Kälin

Beim Kantonsranking führt der Kanton Luzern knapp vor Freiburg: Unter den neuen Gardisten haben acht einen Bürgerort im Kanton Luzern, sieben in Freiburg und fünf in der Waadt. Gemäss Wohnort stammen neun Gardisten aus Luzern, sechs aus Freiburg und vier aus der Waadt. Der gastgebende Kanton Nidwalden entsendet keinen neuen Rekruten – dafür ist Obwalden vertreten.


Von links Nuntius Martin Krebs, Abt Urban Federer, Bischof Jean-Marie Lovey und Bischof Felix Gmür. | © Christian Merz
28. April 2022 | 15:54
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