Glanz ohne Gloria: Jesus am Kreuz – gesehen in der Jesuitenkirche in Luzern.
Schweiz

Was feiern wir am Karfreitag?

«Ans Kreuz mit ihm!», ruft die Volksmenge in Jerusalem und fordert Jesu Tod am Kreuz. Der Karfreitag ist der Todestag Christi.

Der Karfreitag ist der Todestag Christi. Die Kirche gedenkt des Leidens und Sterbens Christi in der Karfreitagsliturgie. Der Tag ist geprägt von Stille und Trauer. Die Liturgie beginnt traditionellerweise um 15 Uhr, der überlieferten Todesstunde Christi. Die Karfreitagsliturgie hat vier wesentliche Teile: die Lesung über das Leiden und Sterben Jesu Christi nach dem Johannesevangelium; die zehn «Grossen Fürbitten», in denen für die Kirche, die christlichen Konfessionen, nicht-christliche Religionen, Atheistinnen und Atheisten und die ganze Welt gebetet wird; die Enthüllung des verhüllten Kreuzes und die Verehrung des Kreuzes durch die Gläubigen – etwa durch Blumen, eine Kniebeuge oder eine Verneigung. Am Karfreitag wird keine Eucharistie gefeiert. Eine Kommunionfeier ist möglich, doch hat es sich in den letzten Jahren durchgesetzt, dass am Karfreitag in der Regel keine Kommunion gereicht wird.  

Das Leiden und Sterben Jesu Christi ist nachzulesen im Johannesevangelium 18,1–19,42. (sh)


Glanz ohne Gloria: Jesus am Kreuz – gesehen in der Jesuitenkirche in Luzern. | © Christian Merz
15. April 2022 | 06:19
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