Der Petersdom im Vatikan im Abendlicht
Vatikan

Vatikan: 58 Diebstähle, 64 Verkehrsunfälle und Cyber-Kriminalität

7.2.16 (kath.ch) Auch im Vatikan geschehen profane Verbrechen und wird gegen Gesetzte verstossen. Das geht aus dem Bericht hervor, den Staatsanwalt Gian Piero Milano am Samstag, 6. Februar, zur Eröffnung des Gerichtsjahrs 2016 für den Vatikanstaat vortrug.

Im vergangenen Jahre wurde im Vatikan 58 Diebstähle begangen, 64 Verkehrsunfälle aufgenommen und 88 Strafzettel ausgestellt. 53 Personen wurden festgenommen und acht verhaftet. Weiter gab es drei Fälle von Betrugsversuch und eine nicht genannte Zahl von Hackerangriffen und Fälle von Cyber-Kriminalität, in denen die Vatikanjustiz ermittelte. Soweit der Bericht des Staatsanwalts des Vatikan.

Auch Wirtschaftskriminalität im Visier

Zudem ging die Justiz gegen Unregelmässigkeiten im Wirtschafts- und Finanzbereich vor. Bei der Finanzaufsicht seien 350 Anzeigen von Verdachtsfällen eingegangen, teilweise auch im Austausch mit den Behörden anderer Staaten, berichtete Milano. In einer Reihe von Fällen wurden verdächtigen Konten eingefroren oder Gelder mit einem Gesamtvolumen von 11 Millionen Euro beschlagnahmt.

Zu den Aufgaben der vatikanischen Gendarmerie gehört neuerdings auch die Kontrolle der Ein- und Ausfuhr von Bargeldbeträgen an den Staatsgrenzen. Pro Tag seinen 30 Überprüfungen dieser Art vorgenommen worden, im Jahr 2015 insgesamt 11’000, hiess es. Diese Massnahmen waren eingeführt worden, um den Vatikan bei der Vorbeugung von Geldwäsche und verdeckter Terrorismusfinanzierung an internationale Normen anzupassen. (cic)

Der Petersdom im Vatikan im Abendlicht | © Andrea Krogmann
7. Februar 2016 | 11:37
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