Luzerner Pfarreizentrum wird Quartierzentrum

Luzern, 15.12.11 (Kipa) Die Luzerner Pfarrei St. Josef-Maihof wird eine neue Rolle als Quartierzentrum übernehmen. Dazu wird der Kirchenraum in einen Saal umgestaltet, der für verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten offen steht. Ausserdem wird das bestehende Pfarreiheim saniert. Der Grosse Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Luzern hat am Mittwoch einen entsprechenden Sonderkredit von 7,9 Millionen Franken ohne Gegenstimme genehmigt, teilte die Kirche Luzern mit.

Der Rat folgte den «Leitlinien für die Quartier- und Stadtteilarbeit», die im vergangenen Jahr beschlossen worden waren. Gemäss diesen Leitlinien sollen die Pfarreien in der Stadt je nach Situation und Umfeld einen Beitrag zu lebenswerten Quartieren leisten.

Unter anderem sollen in St. Josef-Maihof ein städtischer Kindergarten und Spielgruppen untergebracht werden. Das Pfarrhaus, welches bisher schon zur Hälfte dem Verein Kirchliche Gassenarbeit vermietet war, wird ganz abgegeben. Als Raum für Stille und Liturgie bleibt die bisherige Kapelle unter der Kirche bestehen,

Pastoralraumleiter Hansruedi Kleiber würdigte das Projekt vor dem Kirchenparlament als Modell für eine zukunftsfähige kirchliche Arbeit, die offen ist für alle Menschen. In der Diskussion wurde gemäss Mitteilung betont, dass es sich zwar um eine beträchtliche Investitionssumme handle, die aber angesichts des pastoralen Konzepts und der geplanten Erträge als sinnvoll erscheine. Bei den vielfältigen Nutzungen des neuen Kirchensaals mit Liturgien, Orchesterproben, Banketten und Vorträgen versprach Pfarreileiter Franz Zemp, mit Sensibilität und Respekt vorzugehen.

(kipa/com/gs/bal)

15. Dezember 2011 | 12:20
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