Resilienz-Kalender 2020

15. Dezember: Spazieren gehen ist ein Aufräumen der Gedanken

Sibylle Forrer (40) ist reformierte Pfarrerin in Kilchberg ZH. Bekannt wurde sie als «Wort zum Sonntag»-Sprecherin. Sie ist in der Gemeindearbeit voll eingespannt, Mutter einer kleinen Tochter und in verschiedenen Gremien. Da hilft ein Spaziergang in der Mittagssonne.

«In der dunklen Jahreszeit fehlt mir das Licht. Alles, was uns die Adventszeit heller macht, finde ich gut. Ich zünde gerne Kerzen an. Mir tut es auch gut, Musik zu hören. Das kann Klassik sein, Jazz, Blues, Gospel. Alles, was mein Herz berührt.

Sibylle Forrer, reformierte Pfarrerin

Wichtig ist mir ein gewisser Ausgleich zur oft kopflastigen Arbeit: Ich backe, koche oder stricke. Dazu ein gutes Hörbuch oder ein interessanter Podcast – und ich kann mich wunderbar entspannen. Neben der Arbeit versuche ich mir genügend Zeit zu nehmen für das Zusammensein mit Menschen, die mir am Herzen liegen.

Der Aufräum-Spaziergang

Als Pfarrerin habe ich viel mit Menschen zu tun, was ich sehr schätze – was einen aber auch fordert. Da brauche ich manchmal Zeit für mich. Auf Spaziergängen kann ich wieder bei mir ankommen. Spazieren gehen ist für mich ein Aufräumen der Gedanken. Hilfreich finde ich auch das Gebet. Beten und spazieren gehen – beides bringt mir Klarheit und Bewegung in gedankliche Sackgassen.» (Aufgezeichnet: rr)

Auf einem Spaziergang lassen sich die Gedanken ordnen und der Kopf lüften. | © fotosforyou_rk/Pixabay
15. Dezember 2020 | 00:00
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