Resilienz-Kalender 2020

14. Dezember: Resilienz im Innen, erforscht durch die Kunst

Resilienz hat viele Gesichter. Für Stefan Maurer liegt sie in der künstlerischen Erforschung des Innenraums. Auf der Plattform «We-Art-It» will der Fotograf mit seinem Projekt zum Mitmachen animieren.

Alice Küng

«Mein ‹Fotoessay zur Erforschung des Inneraums› auf der Webseite ‹We-Art-It› ist ein digitales Kunstprojekt zur Erforschung des Innenraums», sagt Stefan Maurer. Dabei soll der Betrachter nicht nur passiv Kunst konsumieren, sondern selbst aktiv werden. «Ich möchte zur Selbstreflexion anregen», sagt der Künstler über sein Angebot. Es ist ganz einfach: «Finde den Ort, wo du dich ‹am wohlsten› fühlst, lass dich nieder, entspanne dich», steht auf der Webseite. «Mache in dem Zustand des absoluten Wohlseins ein Foto von dir», heisst es weiter. Dieses Bild kann dann hochgeladen und so geteilt werden.

Auseinandersetzung mit sich selbst macht resilient

Maurer ist sich bewusst: «Es braucht Mut.» Durch die Veröffentlichung des Fotos verstärke sich aber die Wirkung. «So entsteht ein Gefühl der Gemeinsamkeit», sagt der Fotograf. Die Teilnehmer würden merken, dass sie mit ihren Hoffnungen und Ängsten nicht alleine sind.

«Die Auseinandersetzung mit sich selbst führt schliesslich auch zu Resilienz», sagt Maurer. Und das sei im Moment wichtig. «Unsicherheiten im Aussen führen zu Unsicherheiten im Innen», sagt Maurer. Wenn aber im Innen ein sicherer Ort gefunden ist, dann irritieren äussere Ereignisse weniger.

Innere Kraft gegen Äussere Bedrohungen

Für Maurer selbst bedeutet Resilienz etwas anzunehmen, wie es ist. «Resiliente Personen lassen sich nicht von äusseren Ereignissen brechen, sondern stärken sich innerlich dadurch», sagt er. Noch sind eher wenige Fotos im Beitrag zu sehen. Der Berner hofft auf weiter Reaktionen. «Steigern Sie Ihre Resilienz und machen sie mit. Es lohnt sich», sagt Maurer.

| © Stefan Maurer
14. Dezember 2020 | 00:00
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