«Marsch fürs Läbe» kann in Bern nicht marschieren

Bern, 20.3.16 (kath.ch) Der «Marsch fürs Läbe», ein Bekenntnismarsch von Lebensschützern und Abtreibungsgegnern, wird im kommenden September nicht wie geplant als Marsch durch die Berner Innenstadt stattfinden können. Die Polizei befürchtet Störungen durch linksautonome Kreise und kann bei einem Anlass dieser Grösse den Schutz der Teilnehmenden nicht garantieren. Die Lebensschützer stellen nun ein Gesuch für eine Platzkundgebung auf dem Bundesplatz, wie aus ihrer Mitteilung hervorgeht.

Die Veranstalter rechnen für den 7. «Marsch fürs Läbe», der am 17. September stattfinden wird, mit 3000 Teilnehmenden. Diese hätten durch die Berner Innenstadt marschieren sollen. Für einen Anlass dieser Grösse habe die Polizei das Gesuch nun aber abgelehnt und stattdessen angeboten, eine Kundgebung auf dem Bundesplatz zu bewilligen. Das verantwortliche Komitee sei bereit, auf den Umzug zu verzichten, man wolle aber «weder an Ort treten noch sich ausbremsen lassen». Die Organisatoren hoffen, «möglichst viele neue Aktivisten aus allen Landesteilen für einen symbolischen Marsch nach Bern zu gewinnen.»

Name «Marsch fürs Läbe» bleibt

Die «politisch-kirchliche» Veranstaltung werde trotz fehlender Marschroute unter dem bisherigen Namen durchgeführt, weil dieser nach sechs «Märschen fürs Läbe» bekannt sei und solche Märsche weltweit in vielen Städten stattfänden. Das Organisationskomitee will für 2017 nach Möglichkeiten suchen, wieder einen Bekenntnismarsch durchführen zu können.

Der diesjährige «Marsch fürs Läbe» wird laut Mitteilung von vierzehn christlichen Organisationen und zwei politischen Parteien verantwortet, darunter die Evangelische Volkspartei (EVP). Dass diese wieder in der Trägerschaft ist, sei nicht von Anfang an klar gewesen, nachdem 2015 im Vorfeld der Veranstaltung ein Farbanschlag auf das Büro der EVP verübt worden war.  Zur Trägerschaft gehören weitere Organisationen wie «Jugend und Familie», «Human Life International», «Zukunft CH», die «Vereinigung Katholischer Ärzte der Schweiz», die «Schweizerische Evangelische Allianz» sowie die Eidgenössische Demokratische Union (EDU).

Am letztjährigen «Marsch fürs Läbe» in Zürich nahmen rund 2000 Personen teil. Weihbischof Marian Eleganti verlas damals ein Grusswort von Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg. Auch damals hatte es Störungen durch Linksautonome gegeben. (sys)

Generalvikariat Zürich: Engagement für Lebensschutz das ganze Jahr hindurch

 

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.kath.ch/newsd/marsch-fuers-laebe-kann-in-bern-nicht-marschieren/