Erstmals haben sich katholische fremdsprachige Gemeinschaften und Gemeinschaften verschiedener Riten aus der ganzen Schweiz gemeinsam zum Tag der Migrantinnen und Migranten in Mariastein versammelt. Mehr als 700 Menschen nahmen an der von «Migratio» organisierten Feier teil.
Wolfgang Holz
Die Eucharistiefeier wurde vom Basler Bischof Felix Gmür geleitet. Musik und Gesänge der eritreischen, afrikanischen und ukrainischen Gemeinschaften prägten den Gottesdienst. Anschliessend teilten die Mitglieder der über zehn anwesenden Gemeinschaften ihre traditionellen Speisen mit den Teilnehmenden und verwandelten das Treffen in ein Fest der Geschwisterlichkeit.
Das Treffen stand dabei unter dem Leitmotiv «Teilen» und sollte die sprachliche, kulturelle und rituelle Vielfalt der katholischen Kirche in der Schweiz sichtbar machen, wie die Schweizer Bischofskonferenz schreibt.
Darüber hinaus bereicherten einige der anwesenden Gemeinschaften – darunter Zirkusleute, Fahrende, Slowaken, Tschechen, Kolumbianer, Syro-Malabarer und Portugiesen – das Fest mit ihren traditionellen Liedern und Tänzen.
Gmür würdigte im Gottesdienst die Begegnung als «Gelegenheit zum Dialog zwischen den unterschiedlichen kirchlichen Realitäten unseres Landes». Verschiedene Traditionen könnten sich «in einem einzigen Glauben und in einer einzigen universalen Kirche» verbinden.
Während der Gabenprozession wurden neben Brot und Wein verschiedene Symbole aus dem Leben von Migrantinnen und Migranten dargebracht, darunter ein Rucksack, ein Paar Sandalen und eine Landkarte.
Abt Ludwig Ziegerer freute sich, Gastgeber dieser Veranstaltung gewesen zu sein, und erklärt: «Die Eucharistie führt uns zusammen über alle Grenzen hinweg. Wir stehen nicht als Gruppen nebeneinander, sondern wir werden zu einer Gemeinschaft: zum einen Volk Gottes, zum Leib Christi.»
Rund 40 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz haben einen Migrationshintergrund. «Migratio» begleitet unter anderem fremdsprachige Gemeinden, katholische Ostkirchen, Menschen auf der Durchreise und in Bundesasylzentren.
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