Im Bistum Basel lassen sich mehr Erwachsene firmen

Kürzlich haben in der Solothurner Jesuitenkirche 45 erwachsene Menschen das Sakrament der Firmung empfangen. Seit einigen Jahren nimmt im Bistum Basel die Zahl der Erwachsenenfirmungen zu.

Barbara Ludwig

Im Bistum Basel gibt es jährlich zwei Termine für diözesane Erwachsenenfirmungen – dies seit über 30 Jahren. Das heisst, zwei Mal jährlich spenden der Bischof oder der Weihbischof Erwachsenen das Sakrament der Firmung. Anlässlich des letzten Termins im April firmte der Basler Bischof Felix Gmür 45 erwachsene Menschen, Männer und Frauen in der Jesuitenkirche in Solothurn.

Anstieg seit zirka drei Jahren

Der zweite Termin ist im Oktober. Wie viele Kandidatinnen und Kandidaten es dann sein werden, ist derzeit nicht bekannt, wie Mediensprecher Jonas Spirig auf Anfrage von kath.ch mitteilt. Die Anmeldungen kämen erst im Verlauf der nächsten Wochen und Monate – bis kurz vor dem Firmtermin – herein. Insgesamt dürften sich im laufenden Jahr aber mehr erwachsene Menschen firmen lassen als in den Vorjahren.

Denn die Diözese Basel stellt laut Spirig seit ungefähr drei Jahren einen Anstieg der Erwachsenenfirmungen fest. 2022 liessen sich insgesamt 24 Erwachsene firmen. Ein Jahr später waren es 44. 2024 waren 35 und im Jahr 2025 38 Firmanden. Jonas Spirig weist zudem darauf hin, dass zu den vom Bischof vorgenommenen Firmungen noch die Erwachsenenfirmungen in den Pfarreien hinzukommen.

Unterschiedliche Motivation

Das Alter der erwachsenen Firmandinnen und Firmanden ist sehr unterschiedlich – «zwischen ca. 20 und 75 Jahren». Doch warum lassen sich diese Menschen erst als Erwachsene firmen? Die Gründe hierfür seien persönlich und sehr unterschiedlich, so Jonas Spirig. «Manche finden erst durch einen Partner oder eine Partnerin zum Glauben; oder es geht um Glaubensvertiefung oder den Wunsch, mehr mit der Kirche und dem Glauben verbunden zu sein.»

«Persönlicher Zuspruch berührt»

Bei den diözesanen Erwachsenenfirmungen findet die inhaltliche Vorbereitung in den jeweiligen Pastoralräumen des Wohnorts statt. Zusätzlich gibt es einige Tage vor dem Firmtermin ein gemeinsames Treffen für die erwachsenen Firmkandidatinnen und -kandidaten. «Am Vorbereitungsabend und bei der Firmung selbst sind viele sehr berührt von dem persönlichen Zuspruch, den sie im Sakrament und konkret durch den Bischof bzw. Weihbischof erfahren», berichtet Jonas Spirig.

Im Bistum Basel werden auch heute noch die meisten Katholikinnen und Katholiken vor Erreichen der Volljährigkeit gefirmt, wobei es aktuell kein einheitliches Firmalter gibt. Noch gebe es Orte, an denen die Firmlinge im letzten Schuljahr oder sogar früher gefirmt würden. Die Tendenz gehe jedoch in Richtung eines höheren Firmalters (Firmung 17 plus).


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