So sehen die Kreuzweg-Bilder des Schweizer Künstlers Manuel Dürr im Petersdom aus

Beten an den Stationen des Kreuzwegs in Erinnerung an das Leiden Jesu ist für Katholiken vor allem in der Fastenzeit angesagt. Im Petersdom hat ein Schweizer Künstler den Kreuzweg gestaltet. Die Bilder haben es in sich.

Ludwig Ring-Eifel

(CIC) Vom Schweizer Künstler Manuel Dürr gemalte Kreuzwegstationen waren am Freitag im Petersdom erstmals in einem Gottesdienst zu sehen. Die 14 grossformatigen Ölgemälde hat Dürr im Auftrag der Dombauhütte des Petersdoms gemalt.

Der aus Biel stammende Künstler hatte 2024 den internationalen Wettbewerb für die «Via Crucis» in der grössten Kirche Roms gewonnen. Die erste Kreuzwegandacht entlang der Bilder leitete am gestrigen Freitag Kardinal Mauro Gambetti, der Erzpriester des Petersdoms.

Die Jury, bestehend aus Kunsthistorikern, Liturgikern und vatikanischen Würdenträgern, lobte seinerzeit die «tiefe Spiritualität und Ausdruckskraft» in Dürrs Bildern. Die Bilder sind für die Dauer der Fastenzeit im Mittelschiff der Basilika zu sehen.

Frommer Brauch aus dem Mittelalter

Bei der Kreuzwegandacht bewegen sich die Gläubigen betend und meditierend entlang von 14 Stationen, die Episoden aus der Leidensgeschichte Jesu zeigen. Kreuzwege wurden im Mittelalter zunächst von Franziskanern in Jerusalem eingeführt und breiteten sich dann in vielen Ländern aus.

Häufig stehen die Kreuzwegstationen als Skulpturen im Freien, andere befinden sich als Gemälde in Kirchen.

Die bekannteste neuzeitliche Kreuzwegandacht leitet alljährlich der Papst am römischen Kolosseum. Dabei wird allerdings auf bildliche Darstellungen des Leidens verzichtet.


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