Papst betet für Opfer des Terroranschlags in Jordanien

Unter grosser Anteilnahme sind in Jordanien die neun Toten des Attentats vom Freitag beerdigt worden. Der Papst betet für die Opfer und erinnert an das friedliche Zusammenleben der Religionen in dem Land.

(KNA) Papst Leo XIV. hat für die Opfer des Terroranschlags auf Christen in Jordanien gebetet. Er sei der griechisch-orthodoxen Gemeinde und dem ganzen Land nahe, sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet in Rom. Jordanien zeichne sich durch ein friedliches Zusammenleben und gegenseitige Achtung der Religionen aus.

Zur gleichen Stunde wurden in Jordanien die Getöteten des Schusswaffenattentats vom Freitag in ihrem Dorf Hamoud beigesetzt. Ministerpräsident Jaafar Hassan nahm im Namen von König Abdullah II. an der Trauerfeier teil und legte einen Kranz nieder. Auch zahlreiche muslimische Geistliche wohnten der Beerdigung bei.

Militärangehörige trugen die Särge, die in Landesfahnen gehüllt waren. Zu Ehren der Verstorbenen wurden Salutschüsse abgefeuert. Das staatliche Fernsehen übertrug die Zeremonie live.

«Fassungslos stehen wir vor dem feigen Anschlag auf die Trauergemeinde bei Karak in Jordanien.»

Nach dem Anschlag auf eine christliche Gemeinde in Jordanien mit neun Toten und 40 Verletzten riefen auch die deutschen katholischen Bischöfe zu Solidarität auf und forderten einen besseren Schutz kirchlicher Einrichtungen.

«Fassungslos stehen wir vor dem feigen Anschlag auf die Trauergemeinde bei Karak in Jordanien», erklärte der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz. «Mein Gebet gilt den Verstorbenen und Hinterbliebenen.»

Ruf nach Aufklärung und besserem Schutz

«Terror ist mit nichts zu rechtfertigen», fügte Woelki hinzu. «Mehr denn je stehen wir solidarisch an der Seite der Christen in Jordanien. Vom Staat erwarten wir eine lückenlose Aufklärung und einen verbesserten Schutz kirchlicher Einrichtungen.»

Bisher unbekannte Schützen hatten am Freitag eine Beerdigungsfeier in dem Dorf Hamoud im südjordanischen Gouvernement Karak angegriffen. Nach Regierungsangaben kamen acht Menschen ums Leben, 40 wurden verletzt.


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