Am dritten Synodalitätstag im Kloster Fischingen haben sich die Schweizer Bischofskonferenz, die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz und die Synodalitätskommission jüngst auf die gemeinsame Umsetzung des Projekts «Vielsprachig katholisch» verständigt. Ziel ist es, die sprachliche und kulturelle Vielfalt der katholischen Kirche in der Schweiz stärker als gemeinsame Ressource zu nutzen.
Wolfgang Holz
Ab Oktober 2026 sind dezentrale synodale Gespräche in Bistümern, anderssprachigen Gemeinschaften, Orden, Verbänden und weiteren kirchlichen Gruppierungen vorgesehen. Dabei sollen insbesondere Menschen aus anderssprachigen Gemeinschaften aktiv beteiligt werden. Der Synodalitätstag betonte: Es solle nicht über Migrantinnen und Migranten, sondern gemeinsam mit ihnen gesprochen werden, so die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in einer Medienmitteilung.
Die sprachliche und kulturelle Vielfalt der katholischen Kirche geht dabei über bestehende Strukturen und Zuständigkeiten hinaus. Neben den Missionen und anderssprachigen Gemeinschaften sollen deshalb auch Orden, Verbände, Bewegungen und weitere Gruppierungen ihre Erfahrungen und Perspektiven in den Prozess einbringen können.
Bis Ende März 2027 sollen die Ergebnisse der Gespräche in diözesanen Zwischenberichten zusammengeführt werden. In einer zweiten, nationalen Phase sollen daraus bis Ende 2027 Perspektiven und mögliche Massnahmen für eine «vielsprachige katholische Kirche» entwickelt werden. Der Prozess soll am vierten Synodalitätstag im Dezember 2027 in Genf mit Beratungen und Beschlüssen abgeschlossen werden.
Der Synodalitätstag diente zudem dem Austausch über bisherige Erfahrungen mit Synodalität in den Schweizer Bistümern. Die Erkenntnisse sollen in den weiteren synodalen Prozess auf nationaler und weltkirchlicher Ebene einfliessen.
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.kath.ch/newsd/synodalitaetstag-kirche-will-sprachliche-vielfalt-staerker-einbeziehen/