Über den Wolken vor der Hölle gewarnt: Zwei Pastoren haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Mitreisenden auf einem koreanischen Inlandsflug zu bekehren. Warum ein Gericht nun Strafzahlungen verhängte.
(KNA) Zwei Pastoren wurden von einem Gericht in Südkorea zu Geldstrafen von jeweils umgerechnet 620 Euro verurteilt, weil sie auf einem Inlandsflug lautstark vor den Mitreisenden gepredigt hatten.
Sie hätten zudem die Aufforderungen des Kabinenpersonals ignoriert, dies zu unterlassen, berichtete jüngst das Nachrichtenportal «The Korea Herald». Die beiden Pastoren im Alter von 64 und 68 Jahren seien wegen Verstosses gegen das Luftsicherheitsgesetz verurteilt worden.
Vor Gericht bestritten die Pastoren die Vorwürfe. Sie argumentierten laut der Zeitung, ihr Verhalten erfülle nicht die gesetzliche Definition einer «Störung» im Sinne des Luftsicherheitsgesetzes und sie hätten nicht die Absicht gehabt, eine Störung zu verursachen. Das Gericht wies diese Argumentation zurück.
Einer der Pastoren habe wiederholt die Passagiere angeschrien: «Ihr werdet in die Hölle kommen, wenn ihr nicht an Jesus glaubt.» Der andere Pastor habe gerufen: «Halleluja, ihr werdet in die Hölle kommen», während er im Gang auf und ab ging. Als ein Besatzungsmitglied die beiden verwarnt habe, sollen die Pastoren entgegnet haben: «Versuchen Sie nicht, uns Vorschriften zu machen.»
Der katholische Weltjugendtag 2027 findet in der Hauptstadt Seoul statt. Etwa 51 Prozent der Südkoreaner bezeichnen sich als nicht religiös. Rund 20 Prozent sind Protestanten und 11 Prozent Katholiken.
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.kath.ch/newsd/zwei-pastoren-wegen-predigens-auf-inlandsflug-in-korea-verurteilt/