Venezolanischer Kardinal Diego Padrón erleidet Schlaganfall

Erst vor wenigen Tagen gehörte der emeritierte Erzbischof von Cumaná zu den Unterzeichnern eines Schreibens, das eine baldige Präsidentschaftswahl forderte.

(KNA) Die katholische Kirche in Venezuela bangt um Kardinal Diego Padrón (88). Wie die Erzdiözese Valencia mitteilte, erlitt der emeritierte Erzbischof von Cumaná vor kurzem einen Schlaganfall. Das Portal «La Verdad de Monagas» berichtete jüngst (Ortszeit), Padrón spreche gut auf die entsprechenden Untersuchungen, Behandlungen und die medizinische Versorgung an.

Erst in der vergangenen Woche hatte Padrón gemeinsam mit Kardinal Baltazar Porras sowie Erzbischof Ovidio Pérez Morales in einem offenen Brief eine «rasche und wirksame Antwort auf die vorrangigen sozialen und politischen Probleme» Venezuelas gefordert. Die Kirchenvertreter verlangen darin «die sofortige Freilassung der politischen Gefangenen», mehr Meinungsfreiheit und die Vorbereitung einer baldigen Präsidentschaftswahl.

Dialogprozess aufgenommen

Anfang August hatten Regierung und Opposition in Venezuela einen Dialogprozess aufgenommen. Ein erstes Ergebnis ist die Einigung auf einen Austausch des Personals des Obersten Gerichtshofs. Zudem wurden seit Ende der ersten Gesprächsrunde rund 80 Gefangene freigelassen.

Seit mehr als einem halben Jahr regiert mit Delcy Rodríguez eine Interimspräsidentin in Venezuela. Zuvor hatten die USA in einer Militäraktion Machthaber Nicolás Maduro festgenommen, entführt und außer Landes gebracht. Ihm wird neben schweren Menschenrechtsverletzungen auch die Manipulation der Präsidentschaftswahl 2024 vorgeworfen worden.


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