Papst Leo XIV.: Betet öfter – das ist weder unnütz noch lächerlich

Nach einmonatiger Sommerpause hält Leo XIV. wieder seine wöchentliche Generalaudienz. Und erinnert dabei an eine vordringliche Christenpflicht.

(CIC) ) Bei seiner ersten Generalaudienz nach der Sommerpause hat Papst Leo XIV. die Christen zum regelmässigen Gebet ermutigt. In effizienz- und konsumorientierten Zeiten erscheine Beten vielen als unnütz und lächerlich oder als eine Form von Alltagsflucht, so der Papst am Mittwoch in seiner Ansprache. Selbst in vielen christlichen Familien werde es nicht mehr gepflegt. Dennoch sei Beten eine zentrale Dimension des Menschseins, die es verdiene, wiederentdeckt zu werden.

Eine gute Möglichkeit dazu, so der Papst weiter, sei das tägliche Stundengebet der Kirche. Morgens, mittags, abends und zur Nacht begleite das Gebet den Menschen durch den Tag und stärke ihn. Leo XIV. erinnerte daran, wie das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) das Gebet als erste und vordringliche Pflicht der Gemeinschaft aller Christen betont habe. In seiner aktuellen Reihe von Ansprachen widmet sich der Papst den Dokumenten des Konzils.

Zuflucht im Petersdom vor Sommerhitze

Wegen der Sommerhitze in Rom fand die wöchentliche Generalaudienz nicht wie üblich auf dem Petersplatz, sondern im kühleren Petersdom statt. Dorthin waren etwa 5.000 Pilger gekommen. Im Juli war die Reihe mit Ansprachen des Papstes ausgesetzt worden.

Bereits am Sonntag hatte Leo XIV. das sonntägliche Mittagsgebet wieder im Vatikan vom Fenster seiner Wohnung im Apostolischen Palast aus gehalten. Im Juli betete er es dreimal vom Portal der Papstresidenz in Castel Gandolfo aus.


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