Rita Famos über Karriere-Chancen für Frauen im kirchlichen Umfeld

Bundesrätin Karin Keller-Sutter schreibt im Vorwort des Buches «Leadership. Weibliche Perspektiven»: «Religiose Organisationen sind ein Hort der Tradition.» Ob es für Frauen schwieriger ist, in der Kirche Karriere zu machen als anderswo, sagt Herausgeberin Rita Famos im Podcast «Laut + Leis».

«Nein, das glaube ich nicht. Also in der reformierten Kirche sowieso nicht, weil wir uns ja eigentlich parallel mit der Schweizer Gesellschaft entwickelt haben. Häufig waren wir auch Vorläuferinnen und der Gesellschaft voraus, auch heute.

Ich bin stolz, dass unser Frauenanteil in der nationalen Synode höher ist als der Frauenanteil im Nationalrat. Entscheidend ist der Kontext. Patriarchale Strukturen gibt es auch in Unternehmen, wie beispielsweise Simone Curau-Aepli in ihrem Beitrag schreibt. Sie war zuerst in der Baubranche tätig.

Auch Karin Lenzlinger, Unternehmerin und Präsidentin der Zürcher Handelskammer, berichtet davon. Diese patriarchalen Strukturen müssen aufgebrochen werden, damit auch Frauen führen können.»

Das sagt Rita Famos im Podcast «Laut + Leis». Sie ist Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz und Herausgeberin des Buches «Leadership. Weibliche Perspektiven». Erschienen ist es im Theologischen Verlag Zürich. (sl)

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