Am Sitz des Westschweizer Bischofs Charles Morerod hat das Biertrinken Tradition – zumindest einmal pro Jahr. Seit 2015 stellt Morerod jährlich ein neues Bischofsbier vor. Bald ist es wieder soweit. Liebhaberinnen und Liebhaber von Gerstensaft können am 9. Juni das Bischofsbier kosten – und kaufen.
Barbara Ludwig
Charles Morerod wird am Abend des 9. Juni den dreizehnten Jahrgang des Bischofsbiers präsentieren. Es ist ein helles Bier und trägt den Namen «L’Epilscopale», wie das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg in einem Communiqué mitteilt. Der Westschweizer Bischof lädt alle Interessierten ein, das Bier am Bischofssitz in Freiburg i.Ü. zu probieren.
Das neue Bischofsbier wird an dem Abend auch zum Verkauf angeboten. Ein Teil des Verkaufserlöses kommt einem karitativen Projekt zugute. Dies wird seit der Lancierung des Bischofsbiers im Jahr 2015 so gehandhabt. Jedes Jahr wird ein neuer limitierter Jahrgang gebraut.
Dieses Mal profitiert Caritas Freiburg vom Verkauf des Bischofsbiers. Er helfe der Organisation, ihre Angebote aufrechtzuerhalten, denn die Nachfrage sei stark, während die finanziellen Mittel schwinden, schreibt das Bistum in seiner Mitteilung. Zu diesen Angeboten zählen demnach die Lebensmittelausgaben in Freiburg und Bulle, soziale Begleitung und Hilfe beim Abbau von Schulden, die Bekämpfung von Isolation.
Der Verkauf des Bischofsbiers sei allerdings nicht in finanzieller Hinsicht ein Erfolg, sondern aus menschlicher, sagt dazu Laure-Christine Grandjean, die Kommunikationsverantwortliche des Bistums, auf Anfrage. «Denn die Vorstellung des neuen Bischofsbiers bietet immer die Gelegenheit, ganz unterschiedliche Personen zusammenzubringen, die nicht unbedingt aus kirchlichen Kreisen stammen.»
Das neue Bier «L’Epilscopale» wurde von einer Brauerei in Romainmôtier VD entwickelt. In dessen Namen versteckt sich ein Wortspiel, wie das auch bei früheren Bischofsbieren der Fall war, bestätigt Grandjean. Dabei werden die Wörter «épiscopal» (zu Deutsch: bischöflich) und «Pils» (Name eines böhmischen Biers) miteinander verschmolzen.
Am Abend des 9. Juni wird das Bier vom Bistum über die Firma Coussicou SA verkauft. Ab dem 10. Juni ist es im Ordinariat an der Lausannegasse 86 in Freiburg erhältlich.
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https://www.kath.ch/newsd/und-wieder-schaeumt-das-bier-am-bischofssitz/