Die am 13. Oktober 2019 von Papst Franziskus heiliggesprochene Marguerite Bays zieht immer mehr Pilgernde aus der ganzen Schweiz und dem Ausland in den Weiler La Pierraz in Siviriez. Die Stiftung Sainte Marguerite Bays wird nun einen Empfangsbereich in der Scheune neben dem elterlichen Bauernhof errichten.
(cath.ch) Das Elternhaus der Freiburger Näherin Marguerite Bays (1815–1879) soll ein Ort der Erinnerung und des Glaubens sein. «Doch die derzeitige Infrastruktur reicht nicht aus, um einen würdigen und angemessenen Empfang zu gewährleisten», meint Luana Menoud-Baldi, Präsidentin der Stiftung Sainte Marguerite Bays.
Es gehe darum, so Menoud-Baldi, günstige Bedingungen für Besinnung, Begegnung und Gebet zu schaffen, die Weitergabe des spirituellen Zeugnisses dieser bescheidenen Laienfrau – die ein Beispiel für Heiligkeit im Alltag ist – zu fördern, das regionale religiöse und kulturelle Erbe aufzuwerten sowie die touristische und spirituelle Entwicklung des Kantons Freiburg zu unterstützen. Jedes Jahr besuchen fast 3’500 Menschen La Pierraz.
Die Stiftung sucht nach Mitteln zur Finanzierung eines künftigen Empfangsraums in der an den Bauernhof angrenzenden Scheune. Sie wird sich insbesondere an die Pfarreien wenden. Die Kosten für dieses Projekt werden auf fast 3,2 Millionen Franken geschätzt, wobei noch 1,2 Millionen fehlen. Es soll ab 2029 Pilgerinnen und Pilger empfangen können.
Die Initiative wird vom Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, Charles Morerod, unterstützt, der betont, dass dieses Projekt «Teil eines wertvollen pastoralen Ansatzes ist: Es fördert die Weitergabe des Glaubenszeugnisses der heiligen Marguerite Bays, stärkt die spirituelle Dimension der Pilgerreise und trägt zur Lebendigkeit des religiösen Erbes unserer Region bei». (Aus dem Französischen übersetzt und adaptiert von woz)
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