Dank WIborada konnten Menschen, die St. Galler Klosterbibliothek und der Kirchenschatz gerettet werden. Nach der Reformation ging die Heilige vergessen, doch es gibt noch andere Gründe, wie Hildegard Aepli im Podcast «Laut + Leis» erklärt.
«Ja, immer wieder ist sie in Vergessenheit geraten. Es gibt so ein paar Auftaucher, aber es stimmt, und das ist auch das, was uns zum ökumenischen Wiborada-Projekt motiviert hat bis heute.
Der Grund ist der Umgang mit Frauengeschichte, nicht nur in unserer römisch-katholischen Kirche, sondern überhaupt in patriarchalen Gesellschaften. Wiborada ist als Märtyrerin gestorben und würde katholischerseits also noch über den St. Galler Stadtheiligen Otmar und Gallus stehen.
Doch man hat ihre Geschichte einfach nicht gelesen und eingeordnet als wichtige Frauenbiografie, als wichtiges Zeitdokument.»
Das sagt Hildegard Aepli im Podcast «Laut + Leis». Die Theologin und Seelsorgerin hat das Wiborada-Projekt der St. Galler Kirchen initiiert. Vor 1100 Jahren ist Wiborada erschlagen worden. Die Stadt St. Gallen gedenkt ihrer bis Ende Jahr mit einem umfangreichen Programm. Siehe auch Jubiläumswebsite. (sl)
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