Was bedeuten Tiere in den verschiedenen Religionen?

Das Zürcher Forum der Religionen organisiert ab 12. Mai eine Veranstaltungsreihe zum Thema «Mitgeschöpfe». Dabei geht es um die Bedeutung der Tiere im Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus und Christentum. Ein Vergleich wird damit möglich.

(rp) Die Veranstaltungsreihe «Mitgeschöpfe» des Zürcher Forums der Religionen findet vom 12. Mai bis 24. Juni 2026 statt. Sie widmet sich der Bedeutung von Tieren im Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus und Christentum.

Anlässe bei den Gemeinschaften selbst

Die Veranstaltungen eröffneten «vielfältige spirituelle und religiöse Perspektiven», schreibt das Zürcher Forum der Religionen in einer Mitteilung. Und dies insbesondere im Zusammenhang mit aktuellen Diskursen über Ernährungsweisen und den ethischen Umgang mit Tieren. Die Anlässe finden jeweils in den Räumlichkeiten der beteiligten Religionsgemeinschaften statt. 

Laut dem Veranstaltungsflyer spricht Imam Kaser Alasaad am 12. Mai im Iman-Zentrum Volketswil darüber, wie der Islam zur Barmherzigkeit gegenüber Tieren verpflichtet, zur respektvollen Beziehung mit ihnen anleitet – und Tieren klare Rechte zuschreibt.

Verbot der Tierquälerei im Judentum

Am 28. Mai nimmt Rabbiner Noam Herzig die Anwesenden im Gemeindezentrum der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich mit auf die Reise zur jüdischen Tradition: von den biblischen Geboten der Fürsorge für alle Geschöpfe über das Verbot der Tierquälerei bis hin zu aktuellen Fragen rund um Jagd, Schlachtung, Tierhaltung und Tierversuche.

Über den hinduistischen Umgang mit Tieren spricht der Astrologe Suthakar Parameswaran am 2. Juni im Tempel in Adliswil. Im buddhistischen Zentrum Songtsen House in Zürich ist am 11. Juni zu erfahren, dass aufgrund des Glaubens an die Wiedergeburt jedes Lebewesen – also auch jedes Tier – die eigene Mutter gewesen sein könnte. Darüber spricht der buddhistische Lehrer Thomas Lempert.

Die katholische Sichtweise kommt am letzten Anlass zum Zug. Am 24. Juni zeigen die Seelsorgenden Petra Mühlhäuser und Marcel von Holzen in der Kirche Guthirt die dort dargestellte Tiergemeinschaft vor. Denn in den älteren Kirchen seien oft viele Tiere dargestellt, um dem Bedürfnis der Volksglaubens nachzukommen, heisst es zur Veranstaltung. Dadurch seien Kirchenschiffe oft zu einer «Arche Noah» geworden.


Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.kath.ch/newsd/was-bedeuten-tiere-in-den-verschiedenen-religionen/