Die Bischöfe Italiens und Deutschlands haben bereits einen Gebetstag für die Opfer sexuellen Missbrauchs eingeführt. Nun ziehen auch die Schweizer Bischöfe nach.
Barbara Ludwig
Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) führt einen Gebetstag für die Opfer sexuellen Missbrauchs ein. Beschlossen hat sie dies an ihrer letzten Vollversammlung im März in Saint-Maurice VS. Dies teilte die Diözese Basel in ihrem Newsletter von Anfang April mit. Die SBK folge damit einem Aufruf des verstorbenen Papstes Franziskus. Der Tag soll demnach jeweils um den 18. November stattfinden, dem «Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch».
Die Schweizer Bischöfe haben sich nun für den 18. November entschieden. Konkret haben sie beschlossen, einen Verweis auf diesen Gebetstag in die Direktorien (die liturgischen Kalender) der Schweiz am 18. November aufzunehmen, «damit Pfarreien und Gemeinden, die an diesem Tag einen besonderen thematischen Schwerpunkt setzen möchten, dies tun können», heisst es in einem Schreiben von Generalvikar Markus Thürig, das dem Newsletter beigefügt wurde.
Laut dem Generalvikar wird der Gebetstag bereits jetzt teilweise in den Diözesen Lugano sowie Lausanne, Genf und Freiburg begangen.
Den Seelsorgeteams in seiner Diözese empfiehlt Thürig, bei der Vorbereitung auch Betroffenen-Organisationen oder betroffene Personen beizuziehen.
Papst Franziskus hatte einen Gebetstag für Opfer sexuellen Missbrauchs im Jahr 2016 angeregt. In Italien fand ein solcher erstmals am 18. November 2021 statt. In Deutschland haben die Bischöfe im Jahr 2018 festgelegt, dass der Gebetstag rund um den 18. November veranstaltet werden soll.
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