Die Studierendenseelsorge am Hirschengraben ist eine Institution in katholisch Zürich. Nun tritt der langjährige Leiter, der Jesuit Franz-Xaver Hiestand, eine neue Stelle an und übergibt die Leitung graduell an seinen jungen Mitbruder Martin Föhn.
Francesco Papagni*
Der Jesuit Martin Föhn ist 1982 im Schwyzer Muotathal in eine Bergbauernfamilie geboren und dort auf dem Hof aufgewachsen. Nach verschiedenen Stationen seiner Ausbildung war er in der Studierendenseelsorge Basel tätig. Jetzt übernimmt Föhn die Leitung des Aki in Zürich. Das Aki ist die katholische Hochschulgemeinde.
Franz-Xaver Hiestand (*1962) wiederum tritt am 1. September dieses Jahres die Nachfolge von Thomas Münch an der Zürcher Predigerkirche an, wird aber weiterhin am Hirschengraben tätig sein. Die von der katholischen Seite bezahlte Teilzeitstelle an der evangelisch-reformierten Altstadtkirche mit ökumenischer Ausrichtung stellt ein Unikum in der Kirchenlandschaft dar.
Die Pfarrerin an Predigern Kathrin Rehmat ist seit ihrer Zeit in Biel im ökumenischen Dialog tätig, neben der katholischen auch mit der orthodoxen Seite. Die Freitagsvespern, die einen festen Bestandteil der pfarreilichen Aktivitäten bilden, sind denn auch ökumenisch geprägt.
Zur Liturgie und Seelsorge kommt in der Predigerkirche ein profiliertes Erwachsenenbildungsprogramm hinzu. Auch werden dort immer wieder Kunstprojekte realisiert. Franz-Xaver Hiestand und Kathrin Rehmat kennen sich seit Jahren und haben immer wieder zusammengearbeitet. Der erfahrene Seelsorger sowie Ordensmann und die Pfarrerin führen die Ökumene an einem geschichtsträchtigen Ort weiter: Die Predigerkirche war nämlich einst ein Zentrum der Dominikaner, die dort auch eine ordenseigene Hochschule betrieben.
*Transparenzhinweis: Francesco Papagni war Mitglied der Findungskommission Nachfolge Thomas Münch.
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