Die Vatikanbank IOR schreibt seit langem wieder schwarze Zahlen und ist frei von Skandalen. Ihr langjähriger Chef, ein Franzose, geht bald in den Ruhestand. Der Nachfolger kommt aus Luxemburg.
Ludwig Ring-Eifel (CIC)
François Pauly (61), derzeit Chef der Finanz- und Versicherungsgruppe La Luxembourgeoise, wird neuer Aufsichtsratschef der Vatikanbank IOR. Wie das Geldinstitut am Mittwoch in Rom mitteilte, soll Pauly in der Aufsichtsratssitzung am 28. April ernannt werden. Bis dahin bleibt der Franzose Jean-Baptiste Douville de Franssu (62) im Amt. Er leitet die Geschicke des vatikanischen Geldinstituts seit 2014.
Douville de Franssu zog aus Anlass des bevorstehenden Wechsels eine positive Bilanz seiner Tätigkeit beim IOR. Das Institut habe seit 2014 nach einer langen Zeit mit Management-Problemen eine tiefgreifende strukturelle Transformation hinter sich gebracht. Es sei nun international anerkannt und liefere solide finanzielle Ergebnisse. Derzeit diene es 12’000 Kunden weltweit sowie dem Papst und dem Heiligen Stuhl und der katholischen Kirche insgesamt.
Kardinal Giuseppe Petrocchi, Präsident der Kardinalskommission, die das IOR leitet, dankte dem scheidenden Bankdirektor für seinen Dienst und für seinen Beitrag zur Erneuerung des IOR. Er sei zuversichtlich, dass die Bank auch unter seinem Nachfolger der universalen Kirche dienen werde.
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