Das Opus Dei ist in vielen Ländern eine einflussreiche Organisation von katholischen Priestern und Laien. Seine internen Regeln sind umstritten und werden derzeit überarbeitet. Der Vatikan tut sich offenbar schwer damit.
Ludwig Ring-Eifel
(CIC) Der Vatikan hat die Überarbeitung der neuen Statuten der weltweit aktiven Vereinigung Opus Dei noch nicht abgeschlossen und kann dafür auch noch keinen Termin nennen. Das geht aus einem jüngsten Pressekommuniqué des Opus Dei hervor. Anlass war eine Begegnung des Leiters der Organisation, Prälat Fernando Ocáriz (81), mit Papst Leo XIV. im Vatikan.
Während der Vatikan über seine Pressestelle lediglich die Audienz für den spanischen Geistlichen mitteilte, informierte das Opus Dei auch über den Verlauf und die Inhalte. Das Gespräch fand demnach in «einer Atmosphäre grossen Vertrauens» statt. Dabei sei es um die Herausforderungen gegangen, vor denen das Opus Dei bei seiner Verkündigungsaufgabe heute stehe.
Leo XIV. habe in dem Gespräch erklärt, dass «der Prozess der Anpassung der Statuten des Opus Dei sich weiterhin in einer Prüfungsphase befindet und es noch nicht möglich ist ein Datum für die Veröffentlichung mitzuteilen.» Einen Entwurf für neue Statuten der bislang stark zentralistisch und hierarchisch organisierten Gemeinschaft hatte das Opus Dei auf Drängen von Papst Franziskus (2013-2025) erarbeitet.
Zum Abschluss des drei Jahre dauernden Prozesses hatte Ocáriz den Entwurf im vergangenen Juni dem neuen Papst vorgelegt. Seither prüfen Theologen und Kirchenjuristen im Vatikan das Dokument und haben mit einer Überarbeitung begonnen.
Auch die für 2028 geplanten Veranstaltungen zum 100. Jahrestag der Gründung im Oktober 1928 sind laut der Mitteilung bei dem Treffen angesprochen worden. Ferner sei der aktuelle Konflikt in Argentinien ein Thema gewesen. Dort geht es um eine Klage von Frauen, die der Meinung sind, das Opus Dei habe sie für ihre Arbeit nicht gerecht entlohnt.
Das Opus Dei hat nach eigenen Angaben knapp 90’000 Mitglieder weltweit, die grösste Gruppe lebt in Spanien. Die aus Laien und Priestern bestehende Organisation wurde am 2. Oktober 1928 von dem inzwischen heiliggesprochenen spanischen Priester Josemaría Escrivá in Madrid gegründet.
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https://www.kath.ch/newsd/vatikan-ueberarbeitet-weiterhin-statuten-fuer-das-opus-dei/