Im Vorfeld des 800-jährigen Jubiläums des Klosters Wettingen plant Mariana Bucko eine spezielle Aktion: Sie verschenkt Rosenkränze, Andachtsbilder und Medaillen. So soll das Gebetsapostolat gefördert werden.
Jacqueline Straub
In der Kreuzgangkapelle im ehemaligen Kloster Wettingen ist das Gnadenbild des Wettinger Jesuskindes zu sehen. Es erinnert an ein einschneidendes Ereignis des Zisterzienserklosters Maris Stella: Die zahlreichen Glutlöcher auf der Holztafel sind stille Zeugen des verheerenden Klosterbrandes am Weissen Sonntag 1507.
Für die 53-jährige Mariana Bucko, die in der Nähe des Klosters wohnt, ist das Wettinger Jesuskind seit einer Operation von besonderer Bedeutung. «Insbesondere die herzförmige Brandstelle auf der linken Brustseite des Jesuskindes, im Bereich des Herzens, berührte mich zutiefst, da ich seit meiner Kindheit das Heiligste Herz Jesu verehre.»
Mariana Bucko, die die Kapelle als Pilgerin oft besucht, stellt fest, dass die Menschen das Kloster Wettingen zwar kennen, aber zu wenig über das Bild wissen. So hat sie längere Zeit durch Flyer auf die Geschichte des Gnadenbildes aufmerksam gemacht.
Das Ziel des Gebetsapostolats des Wettinger Jesuskind ist es aber auch, die Menschen mithilfe von Andachtsbildchen, Rosenkränzen und Medaillen zum persönlichen Gebet einzuladen, sagt Mariana Bucko. «Seit 2005 konnte ich auf diese Weise über 13’000 Bildli mit dem Wettinger Jesuskind verschenken.»
Das Kloster Wettingen feiert 2027 sein 800-jähriges Bestehen. Hierfür hat sich Mariana Bucko schon jetzt eine Aktion überlegt, um auf das Gnadenbild aufmerksam zu machen. Ab dem 11. April 2026, am Gedenktag jenes Klosterbrandes, verschenkt sie Rosenkränze und Medaillen mit dem Bildchen des Wettinger Jesuskindes.
Für die Kosten kommt sie selbst auf – über die Jahre hat sie sich ein grosses Lager an Andachtsgegenständen angesammelt, die nicht verkäuflich sind. Aktuell stehen 400 Rosenkränze und 200 Medaillen zur Verfügung.
«Solange der Vorrat reicht», fügt sie hinzu. Sie sieht es als ihre Berufung an, auf das Gnadenbild aufmerksam zu machen und im Verborgenen zu beten. Auf Anfrage verschickt sie auch die Devotionalien per Post oder sie können im Milchkasten abgeholt werden.
Das Begleitheft und der Pilgerführer des Gebetsapostolats Wettinger Jesuskind befinden sich in der Aargauer Kantonsbibliothek zur Ausleihe. «Auf Anfrage werden sie verschenkt durch das Gebetsapostolat Wettinger Jesuskind», sagt Mariana Bucko.
Die Initiantin des Gebetsapostolats Wettinger Jesuskind ist als Pilgerin in der Audioscape «Claustrum – Am achten Tag» des Museums Aargau auf der Klosterhalbinsel Wettingen zu hören.
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