Die ganze Schweiz ist geschockt. Infolge eines Brands bei einer Silvesterfeier im Walliser Skiort Crans-Montana sind Dutzende Todesopfer zu beklagen. Rund 100 Personen wurden durch den Brand verletzt – die meisten davon schwer. Viele der Opfer sind Minderjährige. Bischof Jean-Marie Lovey vom Bistum Sitten trauert um die Opfer der Brandkatastrophe und spricht den betroffenen Familien sein Beileid aus.
Wolfgang Holz
In der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar ereignete sich in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana aus noch ungeklärten Gründen ein Brand, der zahlreiche Todesopfer und Verletzte forderte. Nach einer Explosion kam es zu einem Grossbrand.
Das rasche Ausbreiten des Feuers im Lokal führte zum Tod von rund vierzig Personen. Neben den Toten sind rund 115 Verletzte zu beklagen, die meist schwere Verbrennungen erlitten. Alle Opfer wurden von den Rettungskräften versorgt und nach der Erstversorgung ins Spital Wallis und andere Spitäler gebracht. Viele Opfer sind Jugendliche und junge Erwachsene, bei denen die Ski-Bar sehr beliebt war.
Wie Augenzeugen auf SRF berichten, ist offenbar eine mit einer Kerze bestückte Champagnerflasche zu nahe an die Holzdecke der Bar gekommen und hat diese entzündet. Danach hat sich das Feuer schnell ausgebreitet.
Die umgehend ausgerückten Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und Sanität kümmerten sich vor Ort um die Opfer, wie der Walliser Staatsrat in einem Pressecommuniqué schreibt. Der Einsatz ist noch immer im Gange.
Die Bevölkerung wird dazu aufgefordert, sich strikt an die Anweisungen der Behörden zu halten und sich nicht in das betroffene Gebiet zu begeben. Für die Familien und Angehörige wurde eine Helpline eingerichtet: 0848 112 117.
Der Walliser Staatsrat bekundet seine grosse Solidarität nach dieser Tragödie. Seine Gedanken sind mit den Opfern, ihren Familien und allen anderen Betroffenen.
«Diese Nacht, die eigentlich ein Anlass zum Feiern sein sollte, hat sich für Hunderte von Menschen zu einer schrecklichen Katastrophe entwickelt.»
Auch Bischof Jean-Marie Lovey und die Bistumsleitung haben auf die Brandkatastrophe in Crans-Montana mit grosser Bestürzung reagiert. «Zunächst einmal möchten wir unsere Anteilnahme, unsere Verbundenheit und unser Mitgefühl für alle Opfer, ihre Angehörigen und Familien zum Ausdruck bringen», heisst es in einer Medienmitteilung des Bistums am Neujahrstag.
«Diese Nacht, die eigentlich ein Anlass zum Feiern sein sollte, hat sich für Hunderte von Menschen zu einer schrecklichen Katastrophe entwickelt. Unsere Gedanken und Gebete gelten ihnen», erklärt Bischof Lovey.
Die Bistumsleitung spricht allen Personen, die sich vor Ort oder in den verschiedenen Krankenhäusern auf vielfältige Weise für die Opfer engagieren, dem Pflegepersonal, der Polizei, den Zivil- und Justizbehörden ihre Unterstützung und Dankbarkeit aus.
«An diesem Tag, der in der katholischen Kirche der Gottesmutter Maria und dem weltweiten Gebet für den Frieden gewidmet ist, vertrauen wir alle Opfer und ihre Angehörigen besonders der Liebe der Jungfrau Maria an und beten dafür, dass die betroffenen Familien in ihrer Trauer tröstende Zeichen des Mitgefühls und der Unterstützung erfahren mögen», so Bischof Lovey.
Auch das Bistum Chur meldet sich zur Brandkatastrophe mit den Worten: «Wir können unser Mitgefühl kaum ausdrücken. Das Bistum Chur betet für Crans-Montana.»
Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz schliessen sich der Diözese Sitten ebenfalls an und bekunden ihre Verbundenheit nach dem Drama, das sich in der Neujahrsnacht in Crans-Montana ereignet hat.
Rund 400 Menschen versammelten sich noch am Donnerstagabend bei der Kirche von Crans-Montana zu einer Gedenkmesse für die Opfer. Die Zeremonie in der Kirche leitete der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey. Blumen wurden vor der Bar niedergelegt.
*Aktualisiert um 20.57 Uhr am 1.1.2026
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