Bischöfe und Missio Schweiz rufen zur Solidarität mit Menschen in Bangladesch auf

Der Oktober steht für die katholische Kirche traditionell im Zeichen der Mission – und der Solidarität. Dieses Jahr sollen besonders die Menschen in Süd- und Südostasien Aufmerksamkeit erhalten. Missio Schweiz unterstützt etwa ein Projekt, das Strassenkindern in Bangladesch hilft. Die Schweizer Bischöfe rufen die Gläubigen auf, sich an der Kollekte zum Weltmissionssonntag vom 19. Oktober zu beteiligen.

Barbara Ludwig

Der Monat der Weltmission sei die weltweit grösste Solidaritätsaktion von Katholikinnen und Katholiken, schreibt Missio Schweiz in einer Medienmitteilung. «Jedes Jahr im Oktober lädt er dazu ein, Mitverantwortung für die vielfältigen Projekte der Ortskirchen im Globalen Süden zu übernehmen.»

Dieses Jahr richte man den Blick besonders auf Süd- und Südostasien. Im Zentrum der diesjährigen Kampagne stehen demnach Bangladesch, Myanmar und Laos. In diesen Ländern lebten Christinnen und Christen oft als kleine, benachteiligte Minderheiten, seien oft diskriminiert und arm, schreibt das Hilfswerk.

Aufruf zur Beteiligung an Kollekte

Während des Weltmissionsmonats soll in Gebet, Gottesdienst und konkretem Handeln die Verbundenheit mit den Menschen im Globalen Süden erfahrbar werden. Höhepunkt der Aktion ist der sogenannte Weltmissionssonntag, der jeweils am 19. Oktober begangen wird. Die Schweizer Bischofskonferenz – also die Bischöfe sowie die Äbte von Einsiedeln und Saint-Maurice – rufen die Gläubigen in einer Mitteilung dazu auf, sich am Weltmissionssonntag grosszügig an der Kollekte zu beteiligen und sich so solidarisch mit den bedürftigen Ortskirchen in der Welt zu zeigen.

Mit dem Erlös aus der Kollekte sowie den individuellen Spenden aus der Bevölkerung will Missio Schweiz pastorale, soziale, erzieherische und diakonische Projekte unterstützen und die Menschen vor Ort stärken. In diesem Jahr stünden Projekte in Bangladesch im Mittelpunkt der Spendenkampagne, schreibt das Hilfswerk, das Teil des globalen Netzwerks der päpstlichen Missionswerke ist.

Hilfe für Strassenkinder und Migrantinnen mit Kindern

Missio Schweiz nennt verschiedene Projekte, die mit den Spendengeldern unterstützt werden sollen. Dazu zählt ein Projekt, das Strassenkinder in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, Nähe, Bildung und Schutz bietet. Ein anderes Projekt widme sich dem Ausbau eines überfüllten Priesterseminars. Weiter gibt es ein Programm, das Mütter und Kinder mit Migrationshintergrund medizinische Versorgung und soziale Begleitung zur Verfügung stellt.

Gast aus Bangladesch informiert

Missio Schweiz hat einen Gast aus dem asiatischen Land eingeladen, der über die aktuelle Lage der Christinnen und Christen sowie über die gesellschaftlichen Herausforderungen in seiner Heimat berichten wird. Es ist Pater Peter Chanel Gomes, Nationaldirektor von Missio Bangladesch und zudem Professor für Liturgie.

Im Oktober werde Gomes an mehreren Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen teilnehmen. «In seinen Begegnungen in der Schweiz wird er eindrücklich zeigen, wie die Kirche in Bangladesch trotz widriger Umstände Hoffnung und Zuversicht schenkt», kündigt Missio Schweiz an.

Sechs Gottesdienste mit Pater Gomes

Die sechs Gottesdienste, an denen Gomes teilnimmt, finden im Tessin, der Romandie und der Deutschschweiz statt. In der Deutschschweiz sind es zwei: In der Kirche St. Antonius in Bümpliz BE am 12. Oktober und in der Kirche St. Anton in Basel am 18. Oktober.


Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.kath.ch/newsd/bischoefe-und-missio-schweiz-rufen-zur-solidaritaet-mit-menschen-in-bangladesch-auf/