Sie forscht, lehrt und kümmert sich als Rektorin um die administrativen Belange der Theologischen Hochschule Chur. Im Podcast «Laut + Leis» schildert Eva-Maria Faber, wie sich die Theologie aus dem Elfenbeinturm wegbewegt hat.
«Es gibt natürlich in den verschiedenen Fächern Schübe, was gerade in der Forschung aktuell ist. Ich würde sagen, es hat insgesamt in der Theologie eine Veränderung gegeben. Ich meine, dass in den letzten Jahren die Theologie stärker konkret an Themen arbeitet, die auch mit kirchlichen Reformen zu tun haben.
Man hat der Theologie manchmal vorgeworfen, dass sie sich in einem Elfenbeinturm bewegt. Und ich würde sagen, das hat in den letzten zehn Jahren ziemlich abgenommen, weil doch viele Kolleginnen und Kollegen sich in diesem Bereich engagieren. Weil wir, glaube ich, auch gemeinsam daran leiden, dass wir als Theologinnen und Theologen Wissenschaft betreiben und dass die Kirchenleitungen sich eher wenig dafür interessieren.
Wenn man so etwas wahrnimmt, muss man sich natürlich fragen, woran könnte das liegen? Zum Teil haben wir parallel die Beobachtung gemacht, dass es vielleicht auch an uns selbst liegt. Aber es ist in den letzten Jahren wirklich sehr viel publiziert worden, was eigentlich sehr konkret hinarbeitet darauf, wie kirchliches Leben anders gestaltet sein könnte. Ehrlich gesagt, ohne dass es sehr viel bringt. Aber mindestens von unserer Seite haben wir, glaube ich, diesbezüglich auch unseren Auftrag erfüllt.»
Das sagt Eva-Maria Faber im Podcast «Laut + Leis». Sie ist Rektorin der Theologischen Hochschule Chur und feiert im Juli ein Jubiläum: Seit 25 Jahren ist sie Professorin für Dogmatik und Fundamentaltheologie in Chur. (sl)
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