Ende Mai vergangenen Jahres kündigten die Schweizer Bischöfe, die RKZ und Fastenaktion eine neue Fachstelle «Ethik und Gesellschaft» an. Diese wird bald ihre Arbeit aufnehmen, der langjährige Generalsekretär von Justitia et Pax tritt auf 1. Juni in den vorzeitigen Ruhestand.
Wolfgang Bürgstein ist seit 22 Jahren Generalsekretär der schweizerischen Nationalkommission Justitia et Pax, einer Laienkommission der Schweizer Bischofskonferenz (SBK). Nun geht sein langjähriger Einsatz für Sozial- und Wirtschaftsethik und die Förderung der Menschenrechte zu Ende.
Der Theologe und Ökonom tritt auf den 1. Juni in den vorzeitigen Ruhestand, wie die SBK am Dienstag bekanntgab. «Seine Expertise hat die Arbeit dieser wichtigen Kommission der SBK unter schwierigen Umständen und in herausfordernden Zeiten geprägt», heisst es in einer Mitteilung.
Die Geschäftsführung der Kommission Justitia et Pax werde künftig von der neu geschaffenen Dienststelle «Ethik und Gesellschaft» übernommen. Diese hatten die Schweizer Bischöfe, die Römisch-katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) und Fastenaktion Ende Mai vergangenen Jahres bereits auf vergangenen Herbst angekündigt.
Mit der neuen Stelle wollen die drei Akteure «ihre sozialethische Stimme in der Öffentlichkeit durch Publikationen, Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsangebote stärken», hiess es.
Das Team der Dienststelle «Ethik und Gesellschaft» wird laut einem Bericht des Westschweizer Newsportals aus drei Personen bestehen. Ihre Namen würden erst im Juni bekannt gegeben, obschon sie bereits ausgewählt seien, wie cath.ch von der SBK erfuhr. Es seien Spezialisten für Ethik aus der Deutschschweiz oder der Romandie, sagte «Justitia et Pax»-Präsident Thomas Wallimann gegenüber cath.ch.
Arianna Estorelli wollte dies gegenüber kath.ch nicht bestätigen. «Die SBK zusammen mit den anderen zwei Trägerorganisationen (RKZ und Fastenaktion) der neuen Dienststelle Ethik und Gesellschaft wird in den nächsten Wochen kommunizieren.»
In der neuen Fachstelle soll nebst «Justitia et Pax» auch die «Bioethik-Kommission» vernetzt werden. Ihre strategische Leitung übernehmen Vertretende der drei Trägerorganisationen. Ein Steuerungsausschuss wird thematische Schwerpunkte setzen, die die neue Stelle dann umsetzt. Die beiden Ethikkommission waren während Jahren bei der Schweizer Bischofskonferenz angesiedelt und standen unter deren Leitung. Nun geschieht mit dem institutionellen Einbezug von RKZ und Fastenaktion eine Öffnung. (bal)
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.kath.ch/newsd/neue-ethik-fachstelle-der-katholischen-kirche-in-den-startloechern/