Oliver Sittel: «Den Eid abzulegen ist eine der entscheidendsten Situationen im Leben eines Gardisten»

Oliver Sittel ist Seelsorger und begleitet die Schweizergarde seit vielen Jahren mit seiner Fotokamera. Weshalb die Vereidigung auch für ihn ein grosses Fest ist und was es heisst, den Eid abzulegen, sagt er im Podcast «Laut + Leis».

«Das Schönste ist, Freunde und Bekannte wieder zu treffen. Es ist ein Fest für die Garde, für die Familien, für besondere Gäste.

Ich habe über die Jahre so viele Bekanntschaften und auch Freundschaften schliessen können, dass ich mich einfach darauf freue, wieder mit der Garde, mit Ex-Gardisten, mit der aktiven Garde zusammen zu sein. Diese Tage zu begehen und auch selbst – da nehme ich ein bisschen auch den Theologen und Seelsorger mit – auch selbst Unterstützung zu bieten, indem ich mit allen anderen die neuen Gardisten im Gebet begleite.

Denn zur Fahne zu treten und diesen Eid abzulegen, ist eine der entscheidendsten Situationen im Leben eines. Es gab auch schon Jahre, da standen, ich sag mal, vierzig Hellebardiere drauf, und nur 39 sind an die Fahne getreten.

Das heisst, da hat jemand am Tag vorher oder sogar noch am gleichen Tag seine Sachen gepackt und ist in die Schweiz gefahren, weil er gemerkt hat, nein, ich kann es nicht, und ich möchte das dann auch nicht. Es verlangt Respekt, so eine Entscheidung zu treffen.»

Das sagt Oliver Sittel im Podcast «Laut + Leis». Er ist Pfarrei- und Notfallseelsorger und offizieller Fotograf der Schweizergarde. (sl)


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