«Herber Verlust»: SPI Suisse Romande-Leiterin wird Professorin in Freiburg

Die französische Wissenschafterin hat das SPI Suisse Romande aufgebaut. Nun wird Isabelle Jonveaux an den Lehrstuhl für Globales Christentum und interreligiöse Theologie der Universität Freiburg berufen.

Isabelle Jonveaux’ Berufung an die Uni sei «eine verdiente Anerkennung langjähriger exzellenter wissenschaftlicher Qualität in Forschung und Lehre», schreibt Arnd Bünker, Institutsleiter des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts (SPI) in St. Gallen. Er sieht den Karriereschritt der bisherigen SPI-Mitarbeiterin auch als Anerkennung für das SPI.

Erstes Forschungsprojekt steht vor Abschluss

Denn Jonveaux arbeitet seit Herbst 2023 als Koordinatorin und Leiterin des SPI Suisse Romande. Dabei habe die Wissenschafterin aus Frankreich «sehr schnell eine differenzierte Kenntnis der Romandie und der katholischen Kirche in der französischsprachigen Schweiz» erworben. Sie habe ein Netzwerk und Vertrauen aufgebaut, wodurch sie früh ihre pastoralsoziologische Forschung starten konnte.

Ihr erstes SPI-Projekt steht nun vor dem Abschluss, heisst es in der Mitteilung. Es handle von Spiritualität bei jungen Erwachsenen. Die Resultate würden demnächst in die Jugendpastoral der Westschweizer Bistümer übermittelt. Diesen Transfer werde Jonveaux noch bis zu einer geplanten Jugendpastoral-Veranstaltung im Herbst begleiten, heisst es. Sie arbeitet ansonsten bis im Juni für das SPI.

Ausserdem sei sie als Expertin und Kommentatorin in den Medien präsent gewesen. Dies nicht nur zu ihrem «Herzensthema», der Klosterforschung, sondern auch zum Machtmissbrauch in der katholischen Kirche.

Weitere Projekte geplant

Der Weggang von Jonveaux bedeute für das SPI einen «herben Verlust», schreibt Bünker. «Ein wichtiger Anker des SPI in der Romandie wird fehlen.» Über die Zukunft des SPI Suisse Romande wird das Institut demnächst mit Partnern entscheiden. Es hat mit Jonveaux zudem vereinbart, weiterhin gemeinsame Projekte anzugehen.

Vor ihrem Engagement für das SPI Suisse Romande war Isabelle Jonveaux Privatdozentin und unterrichtete in Graz und Linz. Habilitiert hatte sich die Französin da, wo sie nun als Professorin berufen ist: an der Universität Freiburg. Thema waren neue Formen des Fastens. Doktoriert hatte sie 2009 in Paris und Trient über die Klosterwirtschaft in Europa. (rp)


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