Im März gehts los: Baubeginn des Klosterplatzes in Mariastein

Der Klosterplatz von Mariastein wird umgebaut. Anfang März beginnen die Bauarbeiten am rund 4200 Quadratmeter grossen Platz. Er wird verkehrsfrei und als Ort der Begegnung, des Flanierens und des Hinwegs zum Heiligtum gestaltet werden.

Der Platz ist die Visitenkarte von Mariastein, ein wichtiger Weg zum Heiligtum, Ort der Sammlung und Versammlung. 250’000 Menschen kommen jedes Jahr hierher, verweilen einen Augenblick, gehen in eines der nahegelegenen Restaurants oder in den Klosterladen, statten der Basilika einen Besuch ab, gehen zur «Frau im Stein» in die Felsengrotte, wie Projektleiter Mariano Tschuor vom Benediktinerkloster Mariastein in einer Medienmitteilung schreibt.

Kosten von 6,2 Millionen Franken

«Für die Kosten der gesamten Arealgestaltung in der Höhe von rund 6,2 Millionen Franken kommt der Bauherr, das Benediktinerkloster Mariastein, auf, tatkräftig unterstützt durch die öffentliche Hand und Privatpersonen», so Tschuor.

Diesem Vorhaben sei eine langjährige Planung inklusive Wettbewerb vorausgegangen. Involviert sind alle massgeblichen Stellen auf kantonaler und kommunaler Ebene sowie die Behindertenorganisation Procap. Zwischen der Grundeigentümerin des Platzes, der Gemeinde Metzerlen-Mariastein, und dem Benediktinerkloster Mariastein regelt eine Konzession die Nutzung, Gestaltung und den Unterhalt des Platzes.

Neue Signaletik für Pilger und Gäste

Die erste Phase der Arealgestaltung ist abgeschlossen: Der gebührenpflichtige Pilgerparkplatz am Dorfeingang von Mariastein ist in Betrieb, ebenfalls die hindernisfreie Bushaltestelle «Mariastein, Kloster» sowie eine gemeindeeigene Sammelstelle für Altstoffe und Grüngut. Die neue Signaletik orientiert und weist Pilger und Gäste auf die verschiedenen Einrichtungen hin.

«Anfang März werden alle Werkleitungen im Untergrund durch die Gemeinde Metzerlen-Mariastein saniert. Die acht geschützten Winterlinden der historischen Allee haben teilweise eine massiv eingeschränkte Vitalität und sind absterbend. Sie müssen deshalb gefällt werden. Die neuen Winterlinden werden im Spätherbst gepflanzt», so Tschuor.

Mit Natursteinpflästerung und hindernisfrei

Der neue Platz wird mit einer Natursteinpflästerung belegt. Der Farbton der verschiedenen Steine schafft einen Übergang von der grauen Asphaltstrasse hin zum rötlichen Vorplatz der Basilika. Besondere Pisten ermöglichen gehbehinderten Menschen einen hindernisfreien Zugang. Zwischen Klosterladen und Polizeiposten wird die bestehende Klostermauer aufgebrochen, das Mauerwerk wird überdacht, zu beiden Seiten befinden sich lange, geschützte Sitzbänke.

Ein «Hortus conclusus» (umschlossener Garten), ein naturnaher, geschützter Ort im Grünen, der zum stillen Aufenthalt einlädt, soll geschaffen werden. Auf dem Platz zwischen dem alten Bauernhaus und dem Kerzenhaus (Klosterplatz 19) entsteht das neue Forum für Aussenveranstaltungen aller Art. «Der Pavillon in seiner durchsichtigen Konstruktion soll das Augenmerk auf den Himmel lenken – eine Art symbolisches Himmelsfenster», erklärt Tschuor.

Das neue Forum ist als ein Treffpunkt, Aufenthalts- und Versammlungsort für ganzjährige Veranstaltungen geplant. Ein Forum, das Begegnung und Austausch ermöglicht, das Schatten, Regenschutz und Geborgenheit bietet.

Im Norden, zwischen Restaurant Post und Basilika, wird eine Aussenpassage als neuer Zugang zur Gnadenkapelle gebaut. Der Durchgang in Richtung St.-Anna-Kapelle und zum Parkplatz Nord für Menschen mit Behinderung ist immer offen.

An den Wänden der Aussenpassage werden Votivtafeln sowie eine Darstellung des Gnadenbildes von Mariastein angebracht. Davor können Kerzen entzündet werden. Wasserbecken, Brunnen und Sitzmöglichkeiten gestalten den Platz mit, ebenso Sitzmöglichkeiten entlang der Klostermauer. (woz)


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https://www.kath.ch/newsd/im-maerz-gehts-los-baubeginn-des-klosterplatzes-in-mariastein/