Vor einigen Tagen hat Peter von Sury sein Amt als Abt des Klosters Mariastein altershalber abgegeben. Im Podcast «Laut + Leis» spricht er über das heterogene Publikum, das den Wallfahrtsort besucht.
«Es kommen immer Leute, und das macht vielleicht auch den Reiz aus und gleichzeitig die grosse Schwierigkeit. Denn was wir in der Gesellschaft erleben, erleben wir auch hier am Wallfahrtsort: eine ausgeprägte Individualisierung. Es kommen nach wie vor Gruppen, die haben aber anderes auf dem Programm. Die möchten gern eine Führung oder eine Begegnung mit einem Mönch. Wir haben Seniorengruppen.
Wir haben nach wie vor auch Gruppen, die aus einem religiösen Anliegen nach Mariastein kommen. Die sind aber kleiner geworden. Und gleichzeitig haben die Wallfahrten von Gruppen aus den fremdsprachigen Missionen zugenommen. Die sind heute zahlenmässig ein wichtiger Teil geworden. Es kommen gerade am Sonntag viele Familien. Es kommen viele Einzelpersonen, auch junge Leute. Was auch wichtig ist: Viele Leute kommen ohne spezifische Erwartungen. Die sind einfach froh, hierher zu kommen und hier zu sein. Und da stellt sich für uns auch die Frage: Angebote? Wollen die Leute wirklich Angebote?»
Das sagt Peter von Sury im Podcast «Laut + Leis». Der alt Abt ist jetzt wieder Pater Peter und lebt mit 12 weiteren Mönchen im Kloster Mariastein. (sl)
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