Verlängerung der U-Haft beantragt: Tessiner Priester des Missbrauchs beschuldigt

Die Staatsanwältin im Kanton Tessin, Valentina Tuoni, hat die Verlängerung der Untersuchungshaft des am 7. August verhafteten und des Missbrauchs beschuldigten Priesters D.L.* aus der Diözese Lugano beantragt. Die Entscheidung darüber obliegt nun dem Richter für Zwangsmassnahmen.

Der Priester war in verschiedenen Positionen tätig, unter anderem als Kaplan in Papio und als Lehrer in der öffentlichen Schule. Die Anklage lautet auf «sexuelle Nötigung, Pornographie und sexuelle Handlungen mit Kindern, die nicht urteilsfähig sind oder sich nicht wehren können», wie es in einer Pressemitteilung der Kurie in Lugano heisst.

Der betreffende Priester wurde zuvor vorsorglich von der Ausübung seines Amtes suspendiert worden, bis seine strafrechtliche Verantwortung geklärt ist.

Frist für Sicherheitsverwahrung läuft ab

Der Richter für Zwangsmassnahmen muss nun über den Antrag der Staatsanwaltschaft entscheiden. Die Frist für die Sicherungsverwahrung des Priesters läuft am Montag, 7. Oktober, ab.

Laut einem Bericht von Radio SRF handelt es sich bei dem beschuldigten Priester um den bisherigen Verantwortlichen für den schulischen Religionsunterricht beim Bistum Lugano. Dieser ist demnach auch als Religionslehrer an Primar- und Oberstufe tätig. Er sei einen Tag nach der Rückkehr von einer Pilgerreise mit Jugendlichen nach Medjugorje in Bosnien-Herzegowina festgenommen worden. Die Tessiner Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber SRF die Untersuchung.

Gemäss dem Tessiner Fernseh- und Radiosenders RSI war der Priester unter anderem auch Dozent am Kollegium Papio von Ascona und an der Kantonsschule in Savosa. Es gilt die Unschuldsvermutung. (RSI/CDt/catt.ch/rp/woz)

*Name der Redaktion bekannt


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