Kardinal Kurt Koch: «Synodalität steht im Dienst der Mission»

Die Weltsynode in Rom hat begonnen. Viele Hoffnungen auf Reformen und Neuerungen beherrschen die Szene. Der Schweizer Kardinal Kurt Koch würdigt die Weltsynode, stellt aber auch klar, dass es nun angezeigt sei, dass die katholische Kirche «sich nicht weiterhin so eingehend mit sich selbst beschäftigt.»

«Bei Papst Franziskus steht die Synodalität im Dienst der Mission und nicht umgekehrt,» erklärt Kardinal Kurt Koch, der Leiter der Ökumene-Behörde des Vatikans, zum Auftakt der Sitzung der Weltsynode in Rom.

Damit gehe ein vierjähriger Beratungsprozess zu Ende. Dieser sei «nötig gewesen, um die synodale Dimension im kirchlichen Leben wiederzuentdecken und zu leben», so Koch. Nun sei jedoch angezeigt, «dass die Kirche sich nicht weiterhin so eingehend mit sich selbst beschäftigt».

Zu hoffen sei vielmehr, dass die Kirche in den Beratungen «neue Wege gefunden haben wird, ihre Sendung noch glaubwürdiger und mit frischem Elan wahrnehmen zu können».

Zum Vorschlag von Bischof Franz-Josef Overbeck, die Entscheidung über die Zulassung von Frauen zum Weihesakrament den Bischofskonferenzen vor Ort zu überlassen, sagte Koch: «Dass ausgerechnet bei der Frage des kirchlichen Amtes, das in besonderer Weise im Dienst der Einheit der Kirche steht, die einzelnen Bischöfe oder Bischofskonferenzen entscheiden könnten, scheint mir im Licht des katholischen Kirchenverständnisses keine realistische Möglichkeit zu sein.»

Dies sagte Kardinal Kurt Koch zu Beginn der Weltsynode im Communio-Interview von Herder.de (woz)


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