«Reformen jetzt» sammelt Online-Unterschriften für Offenen Brief an Papst

Mehrere deutschsprachige Reformgruppen haben einen Brief an Papst Franziskus unterzeichnet. Das Thema Frauenweihe soll bei der Weltsynode thematisiert werden. Nun sammelt die St. Galler Gruppe «Reformen jetzt» Unterschriften aus dem Volk.

Jacqueline Straub

«Die fehlende Gleichberechtigung von Frauen in der Katholischen Kirche zu beseitigen, insbesondere bei den Zulassungen zur Weihe und bei der Besetzung wichtiger Ämter, gilt heute als dringendstes Reformanliegen», schreibt die St. Galler Bewegung «Reformen jetzt» auf der Website der katholischen Kirchgemeinde St. Gallen.

Die Reformgruppe «Reformen jetzt» schliesst sich damit dem Offenen Brief an Papst Franziskus, der kürzlich veröffentlicht wurde, an.

Im Offenen Brief «Echte Synodalität: Frauenpriestertum auf der Weltsynode thematisieren« heisst es, dass die Frage nach dem Frauenpriestertum «von der Kirche ernst genommen werden» sollte. Insbesondere bei einer Weltsynode, die «die sich das ‹Zuhören› zum Ziel gesetzt hat», sollte diese Debatte geführt werden. Unterzeichnet haben diesen mehrere deutschsprachige Reformgruppen. Auch die Schweiz ist mit drei Unterschriften vertreten.

In einem kurz darauf veröffentlichten zweiten Schreiben an Papst Franziskus wurde eine fehlende Gleichstellung von Frauen, die in einer «infantilen Position» gehalten würden, kritisiert.

Aufruf zur Unterschrift

Die St. Galler Gruppe «Reformen jetzt» schliesst sich dieser Initiative an, weil das «grundsätzliche Problem des Ausschlusses von Frauen zur Weihe mit Feinjustierungen auf der Ebene eines oder mehrerer Bistümer nicht zu beheben, sondern in internationaler Verbundenheit und auf dem synodalen Weg der Weltkirche anzusprechen ist», heisst es auf der Website.

Dort rufen sie auch zum Unterschreiben des Offenen Briefes an Papst Franziskus auf. Ebenso sollen alle Delegierte an der Weltsynode gestärkt werden, das Anliegen des Weihezugangs für Frauen einzubringen.

Bislang haben 93 Personen unterschrieben (Stand 12. Juli 2024). Etwa der Priester Felix Hunger aus Effretikon, die Theologin Ann-Katrin Gässlein, die Teil von «Reformen jetzt» ist oder auch der in Volketswil tätige Seelsorger Zeno Cavigelli.


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