Das Katholische Medienzentrum hat einen neuen Vorstand

An der ausserordentlichen Generalversammlung des Vereins Katholisches Medienzentrum (KMZ) vom Donnerstag ist ein neuer Vorstand gewählt worden. Vom bisherigen Vorstand hatte sich niemand für eine Wiederwahl zur Verfügung gestellt. Mit einem Co-Präsidium erhält der Trägerverein von kath.ch erstmals eine Doppelspitze.

Christian Maurer

Das Vorstandspräsidium teilen sich neu Livia Leykauf (55) und Markus Ries (65). Die beiden übernehmen die Führung des Vereins KMZ ab sofort, also ab dem 20. Juni 2024.

Die Kommunikationsfrau der Caritas

Leykauf leitet seit April 2022 die Abteilung Kommunikation der Caritas in Luzern, wo sie schon 2001 bis 2006 tätig war. Neben ihrem Studium der katholischen Theologie an der Maximilians-Universität in München absolvierte sie eine journalistische Ausbildung am damaligen Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses, heute «Katholische Journalistenschule» (ifp).

Von 2007 bis 2015 arbeitete Leykauf als freie Journalistin in Malta, 1995 bis 1998 als Redaktorin bei «Christ in der Gegenwart» beim Verlag Herder, Freiburg (D). Weitere berufliche Stationen sind das Lassalle-Haus, Bad Schönbrunn als Medienbeauftragte (1998-2001) und diverse Kommunikationsfunktionen bei der Kinderhilfe Bethlehem (KHB) in Luzern und Bethlehem (Palästina).

Der Kirchenhistoriker aus Luzern

Markus Ries war genau 30 Jahre Professor für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern (1994 bis 2024). Dieser stand er 2001 bis 2006 als Rektor vor, 2010 bis 2022 versah er das Amt des Prorektors. Vor seiner Professur war Ries Archivar des Bistums Basel in Solothurn (1990b bis 1994). Sein Theologiestudium absolvierte der Thurgauer in Luzern und Freiburg.

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte von Ries in Luzern waren die Kirchengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die Schweizer Bistumsorganisation. So forschte er zu «Religion und gesellschaftliche Integration in Europa» und die mitteleuropäische Nationalsynoden der Katholischen Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

Zwei sind involviert beim Nordwestschweizer Pfarrblatt

Weitere Mitglieder des neuen KMZ-Vorstands sind Nadia Omar, Dominik Pretot, Hermann Herburger und Ernst Fuchs. Sie wurden wie Leykauf und Ries einstimmig gewählt. Damit ist der Vorstand wieder breit aufgestellt und wird seine Tätigkeit sofort aufnehmen.

Omar ist seit 2022 selbständige Kommunikationsberaterin. Daneben ist die studierte Linguistin und Ökonomin Kirchenrätin der römisch-katholischen Landeskirche Kanton Aargau, wo sie das Ressort Kommunikation betreut, und Vorstandsmitglied des Pfarrblatts Horizonte Aargau, wo sie auch Mitglied im Projektteam zur Fusion der Pfarrblätter Basel und Aargau ist. 2005 bis 2010 sass sie für die GFL im Berner Stadtparlament, seit 2016 für das Team Baden im Badener Stadtparlament.

Pretot (48) leitet seit 2017 die Kommunikation der Römisch-Katholischen Landeskirche Baselland. Zuvor war der ausgebildete Ökonom fast zehn Jahre Geschäftsführer von Telebasel. Im kommenden Oktober wird er als CEO zur Overall Genossenschaft für integriertes Arbeiten wechseln. Weiter ist er Co-Präsident der Pfarrblattgemeinschaft Nordwestschweiz («Kirche heute») und Vorsitzender der Projektgruppe für ein gemeinsames Nordwestschweizer Pfarrblatt, der auch Omar angehört.

Vize-Generalsekretär der Thurgauer Landeskirche

Herburger (35) ist seit 2022 stellvertretender Generalsekretär der Katholischen Landeskirche Thurgau. Zuvor war der Diplomtheologe zunächst akademischer Mitarbeiter und im Studiendekanat (4 Jahre) der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen.

Der Bruder-Klausen-Kaplan

Fuchs ist seit 2022 Bruder-Klausen-Kaplan in Sachseln. Zuvor war er Pfarrer und Seelsorger in mehreren Pfarreien. Ausserdem ist er Domherr des Bistums Chur und sitzt im Priesterrat des Bistums. Daneben gehört er der Redaktionskommission der Schweizer Kirchenzeitung an und ist im Stiftungsrat der Annuntiata-Stiftung.

Den Vorstand verlassen haben der bisherige Präsident Adrian Müller und die Mitglieder Sarah Pacciarelli, Simon Spengler und Clemens Studer. Cyrill Bischof von der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz dankte an der Versammlung Müller und den anderen abtretenden Vorstandsmitgliedern für ihren grossen Einsatz.


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