Stefan Loppacher: «Ich glaube daran, dass Veränderung möglich ist»

Er ist der härteste interne Kritiker der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz und glaubt trotzdem an Veränderung. Das sagt Stefan Loppacher im Podcast «Laut + Leis».

«Ich glaube daran, dass Veränderung möglich ist. Beziehungsweise dass Massnahmen – erst recht, wenn sie die konkrete Prävention vor Ort betreffen, Risikosituationen im Seelsorgealltag –, dass jede einzelne Schulung, jede Massnahme einen Effekt hat auch zu einem grösseren Kulturwandel beiträgt. Oft auch direkt, indem der eine oder die andere Seelsorgerin sorgfältiger in Abhängigkeitsverhältnissen mit Klienten, mit Gläubigen umgeht. Dann ist das ein Erfolg. Auch wenn da nicht alle, alle, alle jeden Tag voll mitmachen. Aber wenn die Mehrheit dies tut, dann ist die Kirche bereits eine andere als in der Vergangenheit.» 

Das sagt Stefan Loppacher. Seine Stelle als Präventionsbeauftragter des Bistums Chur hat er gekündigt. Ab 1. Juli 2024 leitet er die neue nationale Dienststelle «Missbrauch im kirchlichen Kontext». (sl)


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