Mutmasslicher Missbrauchstäter Priester Thomas Jäger erscheint nicht vor Gericht

Nach nur drei Minuten ist die Verhandlung gegen den Priester Thomas Jäger vorbei. Heute wäre ein vierstündiger Prozess gegen den ehemaligen Pfarrer von Ruggell (FL) gewesen – er soll versucht haben, eine Ministrantin zu missbrauchen.

Jacqueline Straub

Schon 30 Minuten vor Prozessbeginn sitzen der Anwalt von Thomas Jäger und einige Medienschaffende vor dem Gerichtssaal. Im Vorfeld des Prozesses hat Thomas Jäger gegenüber «Sonntagsblick» verlautbaren lassen, dass er nicht beim Prozess in Vaduz erscheinen wird. Der Deutsche lebt inzwischen wieder bei seinen Eltern in Hessen. Ihm wird vorgeworfen, im Oktober 2019 eine Ministrantin unter falschem Vorwand ins Pfarrhaus gelockt und sie im Brustbereich massiert zu haben.

Ladung zur Gerichtsverhandlung gesetzmässig zugestellt

Um 8.33 Uhr fragt der Richter Jägers Anwalt Anton Schäfer: «Er wird heute nicht mehr erscheinen?» Der Richter hielt fest, dass die Ladung zur heutigen Gerichtsverhandlung gesetzmässig an Thomas Jäger zugestellt wurde. Der Priester behauptete zuvor, dass er nicht ordnungsgemäss vorgeladen worden wäre.

Aufs Eis gelegt

«Das hier zu behandelnde Delikt kann nicht in Abwesenheit des Angeklagten verhandelt werden», sagte die Gerichtssprecherin des Landgerichts im Vorfeld gegenüber dem Liechtensteiner Vaterland.

Deswegen wurde nun die Schlussverhandlung vertagt und abgebrochen. «Wir müssen es auf Eis legen», sagte der Richter. Wann die Verhandlung stattfinden wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Um 8.36 Uhr wird die Verhandlung geschlossen.


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