Papst verurteilt Vertuschung von Missbrauch

Die Vertuschung von Missbrauch in der katholischen Kirche sei «weder akzeptabel noch verhandelbar», sagte der Papst bei einem Treffen mit Vertretern von Meldestellen. Der Papst appellierte ausserdem, sich gegen Kinderpornographie im Internet einzusetzen.

Papst Franziskus hat Vertuschung von Missbrauch in der katholischen Kirche verurteilt. Dies sei weder akzeptabel noch verhandelbar, so der Papst am Samstag bei einem Treffen mit Vertretern von Meldestellen zu sexuellem Missbrauch in Italiens Kirche. Der Nachrichtendienstes SIR der italienischen Bischofskonferenz berichtete über die Begegnung im Vatikan. Es gelte jede Form von Missbrauch zu bekämpfen: sexuellen ebenso wie Macht- und Gewissensmissbrauch.

Schutzlose beschützen

Franziskus rief die Anwesenden dazu auf, «sich um die Ermittlung der Wahrheit und die Wiederherstellung der Gerechtigkeit innerhalb der kirchlichen Gemeinschaft zu bemühen, auch wenn ein solches Verhalten nach der staatlichen Gesetzgebung nicht als Verbrechen gilt, wohl aber nach kirchlichem Recht». Die gesamte christliche Gemeinschaft müsse die Kleinsten und Schutzlosesten beschützen.

Zudem appellierte der Papst an die Mitarbeitenden sogenannter Hörzentren, sich gegen Kinderpornographie im Internet einzusetzen. «Wo werden diese Videos gemacht? Wer ist in betreffendem Land verantwortlich? Bitte arbeiten Sie daran! Es ist ein Kampf, den wir führen müssen, denn die schlimmsten Dinge werden über Mobiltelefone verbreitet», so Franziskus. (cic)


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