Wie gedenken wir unseren Toten? Im neuesten Video von kath.ch zu Allerseelen mit dem Titel «Vergiss die Toten nicht» wird auf die Totengedenkrituale in unserer Religion, aber auch in anderen Kulturen, hingewiesen.
«Der Tod. Für die Meisten nichts, worüber man tagtäglich sprechen will, und doch ist der Tod früher oder später ein Thema. Denn wir alle sterben irgendwann. Katholiken und Katholikinnen ehren und gedenken ihre Liebsten nach ihrem Ableben. Wie genau sie das machen, lernen wir bei «So geht katholisch» – so leitet Carmela Bonomi das neueste Video von kath.ch zum Totengedenken ein.
Im katholischen Glauben glaubt man an das ewige Leben bei Gott. Ein tröstlicher Gedanke für die Hinterbliebenen. Jeder trauert in einer anderen Form und unterschiedlich lange den Verstorbenen nach.
Für die Zeit des Trauerns und auch später die Zeit des Gedenkens an die Verstorbenen feiern die Katholiken und Katholikinnen den Totengedenktag. Dieser nennt sich «Allerseelen», welcher am 2. November gleich nach dem «Allerheiligen»-Gedenktag stattfindet.
An «Allerseelen» nimmt man sich Zeit, um den Toten zu gedenken. An diesem Tag, manchmal auch schon am Tag davor, werden die Gräber mit Weihwasser gesegnet und die Hinterbliebenen schmücken die Gräber mit Blumen und Grabkerzen.
Im Video wird auch auf das Totengedenken in anderen Kulturen verwiesen. In Mexiko, zum Beispiel, wird ein riesiges Strassenfest gefeiert «el dia de los muertos», der Tag der Toten. Eigentlich wird nicht nur ein Tag, sondern mehrere Tage gefeiert, vom 31.Oktober bis zum 2.November. Viele verkleiden sich an diesem Fest und tragen Masken in Form eines Totenkopfes.
Das farbige Totenkopf-Symbol, «La catrina» genannt, soll mit Glück und Freude an die geliebten Menschen erinnern, die einst physisch auf der Erde waren.
«La Catrina», «die Reiche/ Wohlhabende» steht dafür, dass wir alle im Angesicht des Todes gleich sind und keine Reichtümer in den Tod mitnehmen können.
In den meisten lateinamerikanischen Ländern wird «dia de los muertos» gefeiert, wie beispielsweise auch in Peru. Oftmals werden Altäre mit Fotos und Blumenkränzen hergerichtet, mit Schutzheiligen für die toten Erwachsenen oder Engel für die Kinder.
In China wird der Totengedenktag im April gefeiert. Das «Qingming-Fest», übersetzt «Helles Licht-Fest». An diesem Tag säubern die Menschen die Gräber, verbrennen Totengeld und zünden Weihrauchstäbchen an. (woz)
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.kath.ch/newsd/so-geht-katholisch-video-zu-totengedenken-bei-uns-und-in-anderen-kulturen/