Am 1. November ist das Hochfest Allerheiligen. Darauf folgt einen Tag später Allerseelen. Dann wird an die Heiligen und die Verstorbenen gedacht und für sie gebetet. Die Gedenktage gründen in der Idee, dass eine Verbindung zwischen Lebenden und Toten besteht, erklärt der Theologe Jonathan Gardy im Video auf kath.ch.
Sarah Stutte
«Heilige sind Menschen, die durchlässig waren für Gott», erklärt der Theologe Jonathan Gardy. Im neuesten kath.ch-Video mit dem Titel «Allerheiligen und Allerseelen» werden einige dieser Heiligen genannt – Hildegard von Bingen, Franz von Assisi und Mutter Theresa.
Das Heiligsein sei aber nicht nur etwas für Auserwählte, sondern wir alle könnten etwas dazu beitragen, dass die Welt ein Stück weit heiler werde. Viele Menschen hätten ihr ganzes Leben danach gelebt, ohne dass dies bemerkt worden sei. Deshalb würden auch sie Anerkennung und Würdigung verdienen.
Aus diesem Grund feiern Katholikinnen und Katholiken das Fest Allerheiligen. Dann werde nicht nur den offiziellen Heiligen gedacht, sondern aller Menschen, die sich für die «Anderswelt Gottes» einsetzen würden, so Jonathan Gardy.
Allerheiligen ist seit dem 4. Jahrhundert bekannt, damals wurde dieses Fest noch kurz nach Ostern gefeiert. Seit dem 9. Jahrhundert fällt Allerheiligen auf den 1. November, einen Tag vor Halloween. Die katholische Kirche versteht Heilige als Vorbilder einer Gemeinschaft, welche die Vergangenheit einschliesst und in die Zukunft hineinreicht.
Auf Allerheiligen folgt gleich am nächsten Tag das Fest Allerseelen, dann steht das Gedenken der Toten nochmals im Vordergrund und viele Menschen besuchen die Gräber ihrer verstorbenen Liebsten. Christinnen und Christen glauben, dass nicht nur die Heiligen, sondern alle Menschen bei Gott gut aufgehoben sind.
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https://www.kath.ch/newsd/warum-wir-allerheiligen-und-allerseelen-feiern/