Sie vertreten Missbrauchsbetroffene in der katholischen Kirche – die Gruppe Sapec und die IG Miku. Sie unterstützen die Erkenntnisse der Vorstudie zum sexuellen Missbrauch in der Kirche Schweiz. Diese entsprächen ihren Erfahrungen.
«Die Ergebnisse der Voruntersuchung bestätigen leider, was wir in den letzten 14 Jahren beobachtet und zum Teil immer noch erlebt haben: Jahrzehntelang haben die Behörden der katholischen Kirche in der Schweiz diese Verbrechen vertuscht, die Täter und den Ruf ihrer Institution geschützt auf Kosten der Opfer, die zum Schweigen gebracht wurden. Der Papst und die Kardinäle der katholischen Kirche geben heute vor, Licht ins Dunkel bringen zu wollen, doch sie verweigern weiterhin den Zugang zu den Archiven der Nuntiatur und des Vatikans.»
Das schreiben die Betroffenenorganisationen der Westschweiz, die Gruppe Sapec (Soutien aux personnes abusées), und der Deutschschweiz, die IG Miku (Interessengemeinschaft missbrauchsbetroffener Menschen im kirchlichen Umfeld). Für die weitere Aufarbeitung fordern sie – gemeinsam mit den Forschenden – den Einsatz von Oral History, empirischer Sozialforschung und eine quantitative Erhebung. (rp)
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant