Coco Gauff war nicht nur der Publikumsliebling bei den U.S. Open in New York. Die frischgebackene Siegerin des Tennis-Grandslam-Turniers ist auch sehr religiös. Unmittelbar nach ihrem Triumph im Dameneinzel kniete sich die 19-Jährige auf den Boden und betete.
Bei der anschliessenden Siegerehrung erklärte sie dem New Yorker Tennispublikum in der Arthur-Ashe-Arena, dass Religion für sie sehr wichtig in ihrem Leben sei.
«Ich bete nicht für Ergebnisse. Ich bitte Gott einfach, dass er mir die Kraft schenkt, damit ich alles geben kann. Was immer passiert, passiert. Ich fühle mich so gesegnet in diesem Leben», sagte Gauff mit einem strahlenden Lächeln. Sie ist nun die jüngste Amerikanerin, die das U.S. Open seit Serena Williams, einer anderen schwarzen Spielerin, seit 1999 gewann.
Die sympathische 19-Jährige konnte auch aus einem anderen Grund strahlen: Ihre Siegprämie beläuft sich auf sage und schreibe drei Millionen Dollar. Sie erhält damit die gleiche Gewinnsumme wie der Sieger des Herren-Einzels – dank des Kampfs um Gleichberechtigung der früheren US-Tennisgrösse Billie-Jean King.
Die heutige 79-Jährige war die erste Profisportlerin, die sich als homosexuell outete und es schaffte, dass bereits vor 50 Jahren Männer und Frauen bei den U.S. Open die gleich hohen Preisgelder erhielten.
«Danke, dass Du damals für die Gleichberechtigung beim Preisgeld gekämpft hast.»
Coco Gauff, U.S. Open-Siegerin 2023
Billie-Jean-King überreichte übrigens auch Coco Gauff bei der Siegerehrung den Pokal. Als die 19-Jährige unmittelbar zuvor ihren dicken Siegerinnen-Scheck bekommen hatte, dankte sie der 79-Jährigen mit einem nassforschen Lächeln: «Danke, dass Du damals für die Gleichberechtigung beim Preisgeld gekämpft hast.» (woz)
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